7. Auflage in Martfeld

Literaturtage: „Alle Lesungen waren gut besucht“

Thomas Denker las in der Fehsenfeldschen Mühle aus dem Buch „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“. - Foto: Marion Thiermann

Martfeld - Von Marion Thiermann. Pünktlich zur kalten Jahreszeit, in der viele Leute vermehrt wieder zu Büchern greifen, fanden nun in Martfeld zum siebten Mal die Literaturtage statt. Bei der letzten Lesung am Sonntagabend in der Fehsenfeldschen Mühle präsentierte Thomas Denker den Roman „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“. Das Buch stammt aus der Feder des Zürichers Thomas Meyer und ist 2012 erschienen.

„Von vorne bis hinten voll jüdischem Humor“, stellte Denker den Roman seinen Zuhörern vor und brachte diese mit den ersten fünf Kapiteln der Geschichte so einige Male zum Lachen. Wenn er las, hatte man das Gefühl, ein Hörbuch zu hören. Zitate aus dem Buch präsentierte er mit den richtigen Betonungen sowie einem jüdischem Akzent.

Der Roman handelt von Motti Wolkenbruch, dessen forsche, hartnäckige Mutter Judith Heiratsvermittlerin spielt und zahlreiche Treffen mit jüdischen Frauen arrangiert. Doch Motti hat sich in die Schickse – so werden Nichtjüdinnen genannt – Laura verliebt.

Insgesamt hatten 14 Vorleser von Donnerstag bis Sonntag zu elf Vorlesungen im Rahmen der Martfelder Literaturtage eingeladen. Die meisten Besucher, insgesamt 60, verzeichnete die Lesung am Sonntagnachmittag im Schützenhaus in Loge-Tuschendorf. Dort lasen drei Männer und Frauen Döntjes, Gedichte und Geschichten auf Hoch- und Plattdeutsch vor. 

Zusätzlich gab es Kaffee und selbst gebackenen Butterkuchen von Bäcker Richard Klausen aus Martfeld, der auch einer der Vorleser war. An allen anderen Veranstaltungen nahmen zwischen zehn und 15 Interessierte teil. Vom Liebesroman über Kindergeschichten bis hin zum selbst geschriebenen Krimi von Algeth Weerts aus Martfeld war für jeden Geschmack etwas dabei.

Mit der Resonanz der viertägigen Veranstaltung sind die Organisatoren sehr zufrieden, erklärte Mitorganisator und Vorleser Axel Hillmann: „Dafür, das geballt elf Lesungen stattgefunden haben, waren alle sehr gut besucht.“ Auch die Zuhörer waren begeistert: „Es ist immer wieder sehr schön, mit unterschiedlichen Geschichten“ und „Es animiert dazu, selbst ein Buch zu lesen“, sagten zum Beispiel Christa Nitze und Karl Kröger, beide aus Martfeld, die die Literaturtage seit sieben Jahren besuchen.

Wegen der guten Resonanz wird die Veranstaltung im nächsten Jahr in die achte Auflage gehen.

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