Alkohol: Polizei und Jugendamt kontrollieren auf dem Markt

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Wenn Brokser Markt ist, dann herrscht in Bruchhausen-Vilsen Ausnahmezustand. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Besucher das Jugendschutzgesetz missachten dürfen. Damit sich alle an die Regeln halten, kündigen Polizei, Jugendamt und Flecken Jugendschutz-Kontrollen an.

Kontrollgruppen des Jugendamtes des Landkreises Diepholz, der Polizei und des Ordnungsamtes der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen haben in den vergangenen Jahren diese Jugendschutzkontrollen durchgeführt. Es geht dabei im Wesentlichen um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes auf dem Marktgelände.

Es ist damit zu rechnen, dass es solche Jugendschutzkontrollen auch in diesem Jahr wieder auf dem Brokser Heiratsmarkt geben wird.

Kontrolliert wird vorrangig der Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen zu Zeiten, bei denen die Anwesenheit nach dem Jugendschutzgesetz auf dem Markt grundsätzlich nicht mehr erlaubt ist.

Weiter stehen dabei die unerlaubte Abgabe und der unerlaubte Konsum von Alkohol und Tabakwaren in der Öffentlichkeit nach dem Jugendschutzgesetz im Fokus der Präventionsmaßnahmen.

Das Jugendschutzgesetz richtet sich zwar inhaltlich ausschließlich an Veranstalter und Gewerbetreibende, jedoch gibt es somit indirekt auch den erlaubten Rahmen vor, der für Eltern und Kinder sowie Jugendliche gilt.

In Verbindung mit der Aufsichtspflicht der Eltern, entscheiden in letzter Konsequenz die Eltern, ob und zu welchen Bedingungen sie ihre Kinder am Markt teilnehmen lassen. Diese Personensorge der Eltern umfasst dabei sowohl das Recht wie auch die Pflicht, für Ihre Kinder die Pflege, Erziehung, Aufsicht und damit auch die Aufenthaltsbestimmung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen vorzunehmen.

Soweit bei einer Kontrolle jedoch der Aufenthalt eines Kindes oder Jugendlichen nicht eindeutig mit dem Jugendschutz in Einklang steht, kann es zu Folgen für die Angetroffenen kommen.

Im Rahmen der Jugendschutzkontrollen auf dem Brokser Heiratsmarkt besteht daher die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche aufgegriffen und der Obhut des Jugendamtes zugeführt werden.

Dieses wird immer dann passieren können, wenn Verstöße gegen das Jugendschutzrecht festgestellt oder angenommen werden müssen.

Das bedeutet, dass diese Kinder und Jugendlichen im Anschluss durch Mitarbeiter/Innen des Jugendamtes betreut werden. Es wird versucht werden die Eltern zu informieren, um die Kinder und Jugendlichen dem Elternhaus zuzuführen.

Für die betroffenen Eltern können dann Kosten anfallen, z.B. für die Fahrtkosten vom Brokser Markt zum Heimatort. Sind Eltern nicht erreichbar, fallen Kosten für die nächtliche Unterbringung in einem Kinderheim an, die der Familie dann in Rechnung gestellt werden.

Soweit sollte es nach Möglichkeit aber erst gar nicht kommen.

Familien sollten die Regeln zum Marktbesuch mit Ihren Kindern im Vorfeld verbindlich klären und die geltenden Regelungen des Jugendschutzgesetzes dabei berücksichtigen.

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