Grüne für Blitzer an der Kastanie

Erneuter Crash in Martfeld: Acht Kilometer langer Unfallschwerpunkt

Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung kommt es auf der Landesstraße zwischen Bruchhausen und Martfeld immer wieder zu schweren Unfällen. Auf Initiative der Grünen bittet der Rat den Landkreis jetzt um eine erneute Verkehrsschau.
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Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung kommt es auf der Landesstraße zwischen Bruchhausen und Martfeld immer wieder zu schweren Unfällen. Auf Initiative der Grünen bittet der Rat den Landkreis jetzt um eine erneute Verkehrsschau.
  • Anne-Katrin Schwarze
    vonAnne-Katrin Schwarze
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Martfeld – Ein 20-jähriger Martfelder ist am Donnerstag gegen 6.15 Uhr in Kleinenborstel aus ungeklärter Ursache beim Ausgang einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Im Seitenraum kollidierte der Opel Zafira mit einem Straßenbaum.

Der junge Fahrer blieb unverletzt, allerdings entstand ein Sachschaden von 4500 Euro. Das teilt die Polizei mit. Die Mitglieder des Gemeinderats hatten von diesem Unfall auf der Landesstraße 202 am Abend offenbar noch nichts gehört – Der Vorfall hätte dem Anliegen der Grünen wohl noch mehr Nachdruck verliehen: Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Kasper beantragte, die Verwaltung möge mit dem Landkreis besprechen, die Radaranlage vom Ortseingang nach Hollen zu verlegen.

„Im Kuvenvereich zwischen Martfeld und Kleinenborstel mehren sich Unfälle“, heißt es im Antrag. Die Grünen meinen, die vorhandenen Schilder würden zu wenig beachtet. Einen Blitzer auf Höhe der Gaststätte Kastanie halten sie für ein probateres Mittel, Verkehrsteilnehmer zum Einhalten der reduzierten Geschwindigkeit zu bringen. „Seit 15, 16 Jahren stehen wir der Situation hilflos gegenüber“, erläuterte Pit Brandstädter (Grüne) den Vorstoß.

„Blitzer stehen da, wo Statistiken einen Unfallschwerpunkt ausmachen“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Albers. Aus seiner Arbeit als Kreistagsmitglied wisse er, dass eine Kommission diese Standorte aufgrund von Daten festlege. Um die Situation zwischen Bruchhausen und Martfeld zu entschärfen, hielt er es für „zielführender“, den Landkreis um eine erneute Verkehrsschau zu bitten. „Der gesamte, acht Kilometer lange Abschnitt gilt als als Unfallschwerpunkt“, teilte er mit.

Nach der Diskussion stimmten die Grünen zu, keinen bestimmten Standort vorzuschlagen, sondern die Gesamtsituation erneut bewerten zu lassen. Diesen Wunsch unterstrichen alle Parteien. „Da muss etwas Geschehen“, sagte Burkhardt Radtke (SPD) und fasste damit die Meinung des Gremiums zusammen. Die Verwaltung wird den Kontakt zum Landkreis aufnehmen.

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