Fabian Lenk liest für Grundschüler

Das Abenteuer beginnt in Vilsen

Fabian Lenk passte seine Stimme den Figuren an. - Foto: ine

Br.-Vilsen - Von Regine Suling. Die Helden fallen in eine tiefe Grube, voll von Schlangen – aber wie geht es weiter? Die Antwort blieb Fabian Lenk schuldig. „An einer spannenden Stelle hört man immer mit einer Lesung auf. Denn selber lesen ist viel besser“, sagte der Autor, der kürzlich zwei Lesungen für die dritten und vierten Klassen der Grundschule Bruchhausen-Vilsen abhielt.

Ein Heimspiel für den Journalisten. Denn der 53-Jährige ist in Bruchhausen-Vilsen zu Hause. Dort hat auch die Krimi-Reihe „Die unglaublichen Fälle des Dr. Dark“ ihren Ursprung gefunden, an Lenks Schreibtisch. Aus dem Band „Das Geheimnis der goldenen Stadt“ las er den vierten Klassen vor.

Pro Jahr gestaltet Fabian Lenk bis zu 180 Lesungen. Die jetzige in Bruchhausen-Vilsen startete mit einer Einführung in die Welt des Dr. Dark und mit einer genauen Vorstellung der Charaktere – und das mittels der Illustrationen aus dem Buch, auf eine Leinwand projiziert. „Wenn die Polizei nicht mehr weiter weiß, kommt der Sonderermittler Dr. Dark“, erzählte Lenk. Unterstützung bekommt Dr. Dark von seinem Assistenten Rob, einem Roboter, von seinen Kindern Luna und Leandro sowie von Roboter Tinny, der von Leandro entwickelt wurde und durch besondere Sprachfehler auffällt. Vor allem die waren es, die die Schüler bei der anschließenden Lesung zum Lachen brachten. „Ix kann euch alle besützen“, zitierte Fabian Lenk den kleinen Roboter, als dieser zusammen mit Dr. Dark, Rob, Leandro und Luna nach Peru aufbricht, um das letzte Versteck der Inkas zu suchen, in dem diese sich einst vor den Spaniern in Sicherheit gebracht haben.

Fabian Lenk passte seine Stimme stets den Akteuren an, spielte mal die kleine Leandra und dann Rob, den Roboter. Derweil lauschten die Schüler gespannt und geduldig zugleich.

Nach rund 40 Minuten Lesung nahm sich der Vilser Autor noch viel Zeit, um die Fragen seiner jungen Zuhörer zu beantworten. Und er ermunterte sie, viel zu lesen. „Denn wer liest, ist meistens gut in Deutsch.“ Auch für andere Fächer sei das entscheidend: „Es ist wichtig, dass ihr einen guten Wortschatz habt. Und den könnt ihr euch aneignen, indem ihr selbst lest.“

Warum er Bücher für Kinder und Jugendliche schreibt, wollten die Grundschüler wissen. „Ihr habt alle ein Talent, das ihr wahrscheinlich zum Beruf machen werden. Mein Talent sind Ideen, ich bin neugierig und reise gerne“, berichtete Fabian Lenk. Gepaart mit seiner Ausbildung als Diplom-Journalist und vielen Jahren Erfahrung als Reporter sei das die ideale Mischung und die optimale Voraussetzung zum Bücherschreiben. Mittlerweile hat er rund 180 Titel veröffentlicht, im nächsten Jahr kommen voraussichtlich 14 neue Bücher auf den Markt – und die Ideen gehen dem 53-Jährigen noch nicht aus.

Wie lange er an einem Buch schreibt? „Das Schreiben ist das Einfachste, für ein Buch wie Dr. Dark brauche ich etwa sechs Tage.“ Was sich schnell anhört, relativierte der Autor: „Zuerst habe ich die Idee. Ich schreibe nicht drauflos. Wir Autoren machen Schreibpläne, sogenannte Exposés. Das kann für ein Buch wie dieses weitere sechs Tage dauern. Denn die Gliederung ist das A und O.“

Woher er seine Ideen nimmt, verriet Lenk den Kindern auch. „Ich lese selbst viel, vor allem Fachzeitschriften.“ Aus einer kleinen Meldung habe er schon häufiger die Geschichte für ein ganzes Buch gestrickt. Auch daraus sollten die Schüler ihre ganz persönliche Lehre ziehen: „Ihr solltet immer interessiert sein. Denn viele Themen liegen auf der Straße.“

www.fabian-lenk.de

Mehr zum Thema:

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Terror in Istanbul: Die meisten Opfer sind Polizisten

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Bayern nach Leipzig-Patzer wieder vorn

Riesenjubel in Grün-Weiß

Riesenjubel in Grün-Weiß

Meistgelesene Artikel

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Betrunken in den Vorgarten

Betrunken in den Vorgarten

Sirenenalarm in Kirchweyhe - Mülleimer fängt Feuer

Sirenenalarm in Kirchweyhe - Mülleimer fängt Feuer

„Ein Grottenolm ist klüger“

„Ein Grottenolm ist klüger“

Kommentare