A-cappella-Gruppe „Maybebop“ singt in der Mensa / Ein Interview

„Bruchhausen-Vilsen ist uns von Beginn an treu“

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Die „Maybebop“-Sänger Jan Bürger, Lukas Teske, Oliver Gies und Sebastian Schröder (von links) treten am 14. Februar in Bruchhausen-Vilsen auf.

Br.-Vilsen - Von Charlotte Reinhard. Musik ohne Instrumente: Wie gut das klingen kann, beweist die A-cappella-Gruppe „Maybebop“ am 14. Februar in Bruchhausen-Vilsen. Jan Bürger (Countertenor), Lukas Teske (Tenor, Vocal Percussion), Oliver Gies (Bariton) und Sebastian Schröder (Bass) sind nicht zum ersten Mal im Luftkurort zu Gast. Im Interview verrät Sebastian Schröder unter anderem, warum A-cappella-Musik in allen Altersgruppen gut ankommt:

„Maybebop“ heißt übersetzt „vielleicht Bop“. Was bedeutet Ihr Name, und wie kam er zustande?

Die Ursprungsformation von „Maybebop“ mit Nils Ole Koch, Markus Jaursch, Bernd Clausen und Oliver Gies spielte sehr viel Jazz, darunter auch die Jazz-Richtung Bebop. Daraus leitete sich der Bandname ab. Der Name ist Ausdruck unseres Konzepts der Vielfalt: Keiner ist vor allem gefeit, man weiß nie, was als nächstes kommt. Wir spielen gerne mit dem Überraschungseffekt.

Können Sie Ihre Musik in drei Worten beschreiben?

Deutsch, eigen, hintergründig.

Und wie beschreiben Sie Ihre Musik mit mehr als drei Worten?

Die drei genannten Worte reichen eigentlich schon. Man kann sie vielleicht noch durch die Attribute „skurril“ und „morbide“ erweitern. Unsere Musik hat Kanten, manchmal auch eine fiese Spitze, ist gesellschaftskritisch und regt zum Nachdenken an.

Ist A-cappella noch zeitgemäß? Oder sitzen in Ihrem Publikum hauptsächlich ältere Leute, die den „Prinzen“ nachtrauern?

Viele denken in Genres: Pop, Rock, A-cappella. Die Genres sind aber nicht wichtig. Entscheidend ist, was man bietet. Unser Publikum ist ziemlich gemischt. Natürlich gibt es einen festen Kern, aber es sind auch viele junge Leute dabei. Wir singen ja auch Pop-Songs. Unsere Konzerte sind keine Seniorenveranstaltungen. Ich würde sagen, die Leute, die zu unseren Konzerten kommen, sind zwischen acht und 90 Jahre alt. In Bruchhausen-Vilsen haben wir mit den Gymnasiasten schon mal einen Workshop gemacht, in dem wir den Jugendlichen A-cappella nähergebracht haben. Das kam gut an.

Warum A-cappella? Mögen Sie keine Instrumente?

Wir können alle leidlich ein Instrument spielen. Aber wir können eben noch besser singen. A-cappella hat bei uns von vornherein ein gutes Gefühl ausgelöst. Das ist einfach unser Steckenpferd.

Worin unterscheidet sich Ihr jüngstes Album „Weniger sind mehr“, aus dem Sie am 14. Februar viele Songs singen werden, von den vorangegangenen?

„Weniger sind mehr“ ist ja gar nicht mehr so neu. Schon im April 2015 kommt unser nächstes Album heraus. „Weniger sind mehr“ ist einfach typisch „Maybebop“: immer ein bisschen anders. Musikalisch bietet das Album eine größere Bandbreite als die davor. Wir wollten damit ein größeres Publikum erreichen.

Haben Sie einen persönlichen Lieblingssong aus dem neuesten Album?

Vielleicht „Erlkönig“. Der Song hat viel Kraft und ist abwechslungsreich. Bei dem Stück bekommt man richtig mit, dass wir verschiedene Typen sind.

Sie haben schon mehrfach in Bruchhausen-Vilsen gesungen. Wie haben Sie Ihren letzten Auftritt dort in Erinnerung?

Der liegt ja schon eine ganze Weile zurück, deswegen kann ich mich nicht mehr so genau an dieses Konzert erinnern. Wir kommen aber immer gerne nach Bruchhausen-Vilsen, da das einer der ersten Orte war, an denen wir aufgetreten sind. Der Ort ist uns also sozusagen von Beginn an treu.

Worauf können sich die Zuhörer in Bruchhausen-Vilsen freuen?

Auf unser aktuelles Programm und Songs aus unserem neuen Programm. Das wird ein einmaliger Abend!

Und worauf freuen Sie sich in Bruchhausen-Vilsen?

Einfach auf einen schönen Tag.

Sind Sie alle vergeben, oder haben die Frauen aus Bruchhausen-Vilsen Chancen, bei Ihnen zu landen?

Aber hallo, wir sind alle verheiratet, Kinder gibt es auch schon en masse. Wir nehmen aber immer gerne Stofftiere an.

Ihre Songs laufen mittlerweile sogar im Radio. Was ist das für ein Gefühl?

Das ist schon sehr lustig. Es macht Spaß, das zu hören.

Was wünschen Sie sich fürs nächste Jahr?

Genau das Gleiche wie für 2014: dass unsere zwölfjährige Erfolgsstory weitergeht. Sie könnte vielleicht noch ein bisschen größer werden. Schön wäre auch ein bisschen weniger Stress. Wir sind nämlich viel auf Tour, und das ist ziemlich anstrengend.

Das Konzert:

Die A-cappella-Gruppe „Maybebop“ tritt am Samstag, 14. Februar, in der Mensa-Halle Bruchhausen-Vilsen auf. Das Konzert mit dem Titel „Weniger sind mehr und wünsch Dir was!“ beginnt um 20 Uhr. Tickets gibt es in allen Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung, beim „TourismusService“ in Bruchhausen-Vilsen, unter Telefon 0421/363636sowie online: www.nordwest-ticket.de

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