Endspurt in Martfeld

„Dorferneuerung“: 770 000 Euro kassiert

Martfeld - Die „Dorferneuerung“ hat in den vergangenen Jahren viel Geld nach Martfeld gebracht: Seit die Gemeinde 2007 in das Förderprogramm aufgenommen wurde, sind dorthin insgesamt 770.000 Euro vom Land Niedersachsen geflossen.

Genau genommen investierten 43 Antragsteller aus Martfeld im Rahmen der „Dorferneuerung“ rund 1,9 Millionen Euro in private Maßnahmen; laut Gemeindedirektor Bernd Bormann bekamen sie dafür Zuschüsse in Höhe von 600.000 Euro. „Außerdem wurden öffentliche Maßnahmen für 338.000 Euro umgesetzt, wofür es 170.000 Euro Zuschüsse gab“, sagte er während der jüngsten Sitzung des Martfelder Gemeinderats.

Heinrich Lackmann (Unabhängige Liste Martfeld, ULM) regte an, den „Arbeitskreis Dorferneuerung“ wieder einzuberufen, um bis zum Ablauf des Förderzeitraums Ende 2018 noch möglichst viel Geld zu generieren. Ein Vorschlag, den Bormann begrüßte: „Im ,Dorferneuerungsplan’ stehen noch einige Maßnahmen, für die man 2017 Geld in den Haushalt einstellen könnte. Man könnte den Plan auch erweitern.“

Förderanträge weiterhin möglich

Maßnahmen von Privatpersonen können mit bis zu 30 Prozent der Kosten gefördert werden. Der Mindestzuschuss beträgt 2500, der Höchstzuschuss 25.000 Euro pro Objekt. Nach Angaben von Rathaus-Mitarbeiterin Christa Gluschak besteht grundsätzlich die Möglichkeit, bei privaten Gebäuden Zuschüsse zu erhalten für die Erneuerung von Fenstern und Türen mit heimischen Hölzern, für die Dacherneuerung mit roten Pfannen und für die Fassadensanierung.

Zu den bislang erfolgten öffentlichen Maßnahmen zählen die Sanierung des Hallenbads in Martfeld sowie die Umgestaltung der Kleinenborsteler Ortsmitte. 2013 wurden die Sanierungsarbeiten am Kriegerdenkmal bei der Kirche abgeschlossen, 2014 wurde die Straße In der Weide erneuert. Zuletzt bewilligte das Land Zuschüsse für eine Renovierung der Friedhofskapelle in Martfeld.

Mehr Informationen zur „Dorferneuerung“ und Förderanträge gibt es bei der Samtgemeinde, Christa Gluschak, Lange Straße 11, 27305 Bruchhausen-Vilsen. Gluschak ist unter Telefon 04252/391415 oder E-Mail christa.gluschak@bruchhausen-vilsen.de erreichbar.

mah

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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