Wege stellen Insekt dar

3,49 Hektar großes Maislabyrinth in Asendorf-Kampsheide mit Fragestationen

Die Gänge des Labyrinths sind durch zwei Meter hohe Maispflanzen vorgegeben.
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Die Gänge des Labyrinths sind durch zwei Meter hohe Maispflanzen vorgegeben.

Asendorf – Links rum oder rechts rum? Waren wir hier schon? Oder gehen wir lieber da lang? Wer sich einen Weg durch die verschlungenen Wege bahnt, stellt sich diese Fragen unweigerlich. Mehr als zwei Meter ragen die Maispflanzen in die Höhe, die die Kulisse für das Maislabyrinth bilden, das sich Birgit Oentrich mit all seinen Finessen und Aufgaben darin ausgedacht hat. „Einfach wäre ja auch langweilig“, findet sie. Die Landwirtin schickt deshalb Besucherinnen und Besucher seit ein paar Wochen mit eigens entwickelten Antwortkarten auf Entdeckungsreise durch ihr Kampsheider Maislabyrinth.

3,49 Hektar ist die Fläche groß, auf der sich die Wege des Labyrinths erstrecken, in dem man Fragestationen finden und die richtigen Antworten ermitteln muss. Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt? Woraus bauen Bienen ihr Nest? Fragen wie diese gilt es zu beantworten. Die Karten, auf denen drei mögliche Antworten vorgegeben sind, machen es etwas leichter. Für die Kinder ein echtes Highlight: die Suche nach den Stempelstationen. Davon sind im gesamten Maislabyrinth insgesamt zehn versteckt, genauso viele Fragestationen befinden sich ebenfalls darin.

Die Idee zu dem Labyrinth übernahm Birgit Oentrich von einer Berufskollegin, die sie im vergangenen Jahr im Kurs Bauernhofpädagogik kennengelernt hatte. „Ich wollte das einfach einmal ausprobieren“, sagt sie.

Der Clou: Die Wege im Labyrinth stellen ein Insekt dar. Um die Pfade anzulegen, holte sich Birgit Oentrich Unterstützung von Experten aus Heiligenfelde. Alexander Anciferov von der Firma New-Tec legte in einem speziellen Programm das Bild des Tieres als Hintergrund an und passte es in die Feldgrenzen ein. Mithilfe einer Maisdrille wurde der Mais dann genauso gelegt, dass er am Ende so wuchs, dass aus der Luft die Konturen des Insektes zu erkennen sind und am Boden die Wege entsprechend verlaufen. Hätte man es nicht in dieser Form gemacht, hätte man den auflaufenden Mais hacken müssen, um die Wege zu schaffen. „Solch ein Bild durch Hacken zu erstellen, ist schwierig“, erzählt Alexander Anciferov und freut sich umso mehr, dass das Maislegen in dieser Form so gut funktioniert hat: „In der Art und Weise war das mein erster Versuch“, sagt er freudig.

Als der Mais hoch genug gewachsen war, nahm Birgit Oentrich die Arbeit im Maisfeld auf, montierte Info-Tafeln und trug Mobiliar ins Feld. Wer mag, kann sich seinen Proviant mitbringen und sich an einer der Sitzgruppen unter einem Pavillon zur Rast niederlassen. Denn eine Pause bietet sich durchaus an, wenn man bis zu eineinhalb Stunden durch das Maislabyrinth marschiert, um die Wissens- und Stempelstationen zu finden.

Bis zu 40 Gäste können sich dort gleichzeitig auf den Weg machen. Auch wenn nicht jeder alle Stationen findet: Im Labyrinth verlorengegangen ist noch niemand. „Bislang haben alle Besucher selbst den Ausgang gefunden“, sagt Birgit Oentrich.

Bis voraussichtlich zum 3. Oktober hat das Maislabyrinth in Asendorf-Kampsheide donnerstags bis samstags von 9 bis 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Anfahrt erfolgt am besten über den „Bunsenberg“ in den Weg „Auf der Spreng“. Auch Kindergeburtstage sind im Maislabyrinth möglich. Dafür gibt es auf Wunsch extra kindgerechte Fragen, mit denen das Labyrinth in diesem Fall speziell ausgestattet wird.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hof-oentrich.de. Wer mit größeren Gruppen das Maislabyrinth besuchen will, den bittet Birgit Oentrich darum, sich vorher bei ihr unter Telefon 0152/53740475 anzumelden. Eine Mund-Nase-Schutzmaske braucht man nur beim Betreten des Maislabyrinths oder wenn man mittendrin auf andere Besucher trifft.

Von Regine Suling-williges

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