37 Fußballfelder Artenvielfalt

Initiative „buntes Band“ lässt in Bruchhausen-Vilsen Hunderttausende Quadratmeter erblühen

Wildblumenwiese
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Aus einer Vielzahl von Grünflächen ist ein Zuhause für Insekten geworden, hier am Koppeldamm in Bruchhausen-Vilsen.

Samtgemeinde – Ein „buntes Band“ möge sich durch die Samtgemeinde ziehen, das wünschte sich Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann als Ergebnis seiner Initiative, Blühstreifen zu bezuschussen. Jetzt, im zweiten Jahr, muss man nach den farbenfrohen Flächen nicht lange suchen: Egal, wo man in der Samtgemeinde unterwegs ist, links oder rechts des Weges sind die Blumenwiesen nicht zu übersehen.

Etwa 365 000 Quadratmeter brachliegendes Gelände verwandelten sich damit in Lebensraum für Insekten.

Coronabedingt fiel der Auftakt 2020 verhalten aus; etwa 40 000 Quadratmeter erblühten. Aus den insgesamt vier fußballplatz-großen Flächen sind jetzt fast 37 geworden. „Es haben sich wahnsinnig viele Leute gemeldet, ein toller Erfolg“, meint Insa Immoor, im Rathaus Ansprechpartnerin für Privatleute und die Partner, ohne die sich die Idee nicht umsetzen ließe – das Landvolk Mittelweser als Vertreter des landwirtschaftlichen Berufsstandes, der Mittelweserverband als Gewässerunterhalter und die Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer als Fachbehörde und Dienstleister.

Vor allem diese Partner waren vorangegangen, Teile ihrer Grundstücke langfristig dafür zur Verfügung zu stellen, um in artenreichen Blühsteifen ein ebenso vielfältiges Zuhause für unterschiedlichste Insekten zu schaffen. Neben 25 Landwirten folgten in diesem Jahr erstmals auch 40 Privatpersonen dem Aufruf. In großen Gärten oder auf Baubrachen schufen sie 125 000 Quadratmeter Lebensraum. Die Landwirte stellten 176 000 Quadratmeter ihrer Ländereien zur Verfügung. Es blüht und summt außerdem auf fast 70 000 Quadratmeter gemeindlicher Fläche wie Wegeseitenräumen, Grünanlagen und Brachen.

Die Blühwiesen sollen ein Rückzugsort für Insekten sein, erinnert sie und erklärt, warum es dort scheinbar nicht so gepflegt zugeht wie in anderen Grünanlagen. „Nach der Einsaat überlassen wir die Flächen der Natur“, erläutert sie Sinn und Zweck des Projekts. „Die Menschen sind bisher soweit vernünftig mit diesen Flächen umgegangen“, beobachtet sie, erinnert aber daran: „Die Flächen sollen keinesfalls betreten werden, damit die Tier- und Pflanzenwelt sich ungestört entwickeln kann. Und Müll gehört selbstverständlich auch nicht in solch eine Fläche.“

30 000 Euro lassen sich die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden diese Initiative in diesem Jahr kosten. Jeder Hektar Blühstreifen wird mit 500 Euro bezuschusst, jedoch nicht mehr als zwei Hektar pro Besitzer. „Jeder Quadratmeter hilft, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern“, wirbt Insa Immoor für die Fortsetzung des Projekts. Ob und welche Haushaltsmittel 2022 zur Verfügung gestellt werden, müssen die Beratungen noch zeigen. Grundsätzlich sollen die Flächen aber erweitert werden. Da das Saatgut mehrjährige Pflanzen hervorbringt, soll das „bunte Band“ langfristig ein Wahrzeichen der Kommune werden, wünscht sich die Projektleiterin.

Wer sich beteiligen möchte, erhält bei Insa Immoor alle nötigen Informationen. Anmelden sollte man sich spätestens im März 2020 per E-Mail an insa.immoor@bruchhausen-vilsen.de oder telefonisch unter 04252/391420.

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