Theater, Gastraum und noch viel mehr: Pläne für DGH Martfeld vorgestellt

Das 1,4-Millionen-Euro-Projekt

So könnte es aussehen, das künftige Theater. Illustration: Trägerverein/Foto: Elena Zelle

Martfeld - Von Elena Zelle. In Martfeld hat man sich einiges vorgenommen: Auf dem Hof der Familie Kirstein soll ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH) samt Theater entstehen. Die Kosten dafür liegen laut den verantwortlichen Akteuren insgesamt bei 1,4 Millionen Euro. Am Freitagabend stellten sie ihre Ideen auf einem Infoabend im Festzelt am Echterkamp vor. Es gab viel Beifall, aber auch viele Fragen.

„Das Projekt wird nur realisiert, wenn wir die Unterstützung aus dem Dorf bekommen“, stellt Heiner Rahlmann, Vorsitzender des Trägervereins „Dorfgemeinschaftshaus Kirsteins Hoff“, klar. Es solle ein Ort für die Bürgerinnen und Bürger werden. Die Verantwortlichen sind zudem auf Fördergelder angewiesen – die Anträge beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) seien gestellt, sagt Rahlmann.

Theater und Dorfgemeinschaftshaus sollen jeweils rund 700 000 Euro kosten, maximal seien 73 Prozent Fördergelder vom ArL möglich. Der Rest solle unter anderem über Spenden und Sponsoren, Bundesprogramme oder einen Kredit des Trägervereins finanziert werden.

Angedacht sei ein offener Treffpunkt, erklärt Anton Bartling vom Verein. Gemeinsam Kaffee trinken, Bildungsangebote, Kleiderbörsen, Renten- und Sozialberatung sowie Räumlichkeiten für Vereine – all das soll nach den Ideen der Verantwortlichen im Dorfgemeinschaftshaus möglich sein.

Dafür muss umgebaut werden: So soll im Erdgeschoss ein kleiner Saal entstehen, erklärt Rahlmann. Dort könnte es vor den Theatervorstellungen ein gastronomisches Angebot geben. Der Raum solle aber auch etwa für Sportkurse genutzt werden können. Ein weiterer Raum ist angedacht, der von einem Wirt als Gastraum genutzt werden kann – ein Gastronom sei aber noch nicht gefunden.

Zudem planen die Verantwortlichen einen Mutter-Kind-Bereich mit Zugang ins Freie sowie ein Büro etwa für Beratungen. Im Obergeschoss soll es unter anderem einen Sitzungsraum geben.

Das Theater soll 125 Besuchern Platz bieten und in der jetzigen Scheune entstehen. Etwa 50 Veranstaltungen von Künstlern oder Theatergruppen im Jahr soll es dort geben, erklärt André Habekost, Geschäftsführer der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft „De Plattsnackers“. Mehr noch: Den Verantwortlichen schwebt ein Kulturzentrum zur Förderung der plattdeutschen Sprache vor. Habekost wollte es ursprünglich in der Samtgemeinde Thedinghausen aufbauen.

50 Veranstaltungen – das finden einige der rund 200 Besucher des Infoabends ziemlich viel. Wo die Leute alle herkommen sollen? „Wir müssen eben ein gutes Programm bieten“, meint Habekost. Auch die Parkplatzsituation wirft Fragen auf. „Wir wissen, dass es eng wird“, sagt Rahlmann und verweist auf die weitere Planung. Auch der Schallschutz macht einigen Bürgern Sorge. Es werde ein Gutachten in Auftrag gegeben, erklärt Habekost. Beide Gebäude sollen schallgedämmt werden.

Die nächsten Schritte seien nun unter anderem, die baurechtliche Prüfung voranzutreiben, das Genehmigungsverfahren vorzubereiten, die Restfinanzierung zu klären und natürlich den Kreis der Unterstützer des Vereins möglichst zu vergrößern, erklärt Bartling.

Ob das Projekt Zuschüsse bekommt, wird voraussichtlich im Mai feststehen. Der Baubeginn ist für Mitte kommenden Jahres angedacht.

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