Klassiker und Raritäten

Borgward-World-Meeting an der Waterfront in Gröpelingen

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125 Jahre alt wird die Bremer Autolegende in diesem Jahr.

Bremen - Von Isabel Niesmann. Ein Borgward, das ist nicht einfach nur ein Auto. Das sind vor allem Kindheitserinnerungen, Geschichten und Gefühle. So ist es zumindest für Adolf Hartwein, der am Donnerstag mit seiner „Isabella“ aus dem Jahr 1959 zum „Borgward-Welttreffen“ an der Bremer „Waterfront“ anreiste. „Das ist für mich ein Kindertraum. Schon während meiner Schulzeit habe ich die Autos bewundert“, erinnert er sich.

125 Jahre alt wird die Bremer Autolegende in diesem Jahr. Anlässlich des Jubiläums findet an diesem Wochenende das größte Borgward-Treffen aller Zeiten mit etwa 500 Oldtimern statt. Dafür reisen Borgward-Liebhaber, Borgward-Clubs und Borgward-Stammtische auch aus Australien, China und den USA an – und verwandeln Bremen so für vier Tage wieder in die Borgward-Stadt.

Zu verdanken ist das dem Organisationsteam um Marion Kayser, der Arbeitsgemeinschaft „Borgward-Welttreffen 2016“. „Sieben Monate Vorbereitung liegen hinter uns“, erzählt Kayser, die am Donnerstag, dem Anreisetag, ab 12 Uhr mit der Anmeldung, Registrierung und Ausgabe der Startunterlagen jede Menge zu tun hatte. Auch schon vorher rollen die ersten Autos der ehemaligen Bremer Erfolgsmarke auf der Präsentationsfläche rund um das Shoppingcenter in ihre Geburtsstadt ein.

Jeder Neuankömmling wird von den Anwesenden mit glänzenden Augen empfangen und intensiv begutachtet, es wird gefachsimpelt und in Erinnerungen geschwelgt. Neben Klassikern wie der „Isabella“ und der „Arabella“ gibt es auch echte Raritäten der Marken Borgward, Goliath, Hansa und Lloyd zu sehen, zum Beispiel den Omnibus der Bremer Straßenbahn AG aus dem Jahr 1953, Polizei- und Feuerwehrautos und Lastwagen.

Die diesjährige ist die zweite Auflage des „Borgward-Welttreffens“. Die erste fand 1990 mit etwa 400 Teilnehmern statt. Auch damals war Adolf Hartwein schon einer von ihnen. Nach langer Zeit hatte er sich vor 31 Jahren endlich seinen Traum erfüllt und einen Borgward gekauft. Dabei ist es nicht geblieben, neben der „Isabella“ stehen jetzt noch fünf weitere Modelle zu Hause in der Garage. „Die sind zur Zeit aber nicht fahrtüchtig“, so der Winzer aus dem rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach, der auch seine „Isabella“ in jahrelanger Arbeit selbst restauriert hat und mit ihr Erinnerungen an zahlreiche schöne Urlaube in Europa verbindet.

„Mittlerweile werden die längeren Strecken leider seltener. Ich werde ja auch nicht jünger“, bedauert Hartwein. Den Weg nach Bremen hat er gerne auf sich genommen. Vor allem, um Bekanntschaften mit anderen Borgward-Freunden zu pflegen. Außerdem verbindet er das Treffen mit einem einwöchigen Urlaub an der Weser.

Borgward-World-Meeting

Nach der Anmeldung aller Fahrzeuge folgte am Donnerstag ein Begrüßungsabend im Schuppen Eins in der Überseestadt. Das gesamte Wochenende stehen zahlreiche Aktionen und Aktivitäten, unter anderem eine Teilemarkt, Bühnenpräsentationen und verschiedene Ausfahrten auf dem Programm. Am Sonntagmorgen um 10 Uhr endet das Treffen mit einem Autokorso zum Marktplatz.

www.borgward-world-meeting.de

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