Michelle Redler absolviert Lernaufenthalt in Stuhrs Partnergemeinde Sigulda

„Bin reifer geworden“

Edgar Wöltje (l.), Kulturbeauftragter der Gemeinde Stuhr, und Knut Hancker (r.), BBS-Europabeauftragter, sind stolz auf Michelle Redler. Die Auszubildende hat in der Marketingabteilung der Partnergemeinde Sigulda sechs Wochen gearbeitet. ·
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Edgar Wöltje (l.), Kulturbeauftragter der Gemeinde Stuhr, und Knut Hancker (r.), BBS-Europabeauftragter, sind stolz auf Michelle Redler. Die Auszubildende hat in der Marketingabteilung der Partnergemeinde Sigulda sechs Wochen gearbeitet. ·

Stuhr - Von Sigi Schritt. Ihr Klassenlehrer Michael Hübscher war es, der der Syker BBS-Schülerin Michelle Redler (18) einen entscheidenden Tipp gab. Der ehemalige Stuhrer FDP-Ratsherr warb in der Europaschule nicht nur für einen Lernaufenthalt in einem anderen Land, sondern berichtete der angehenden Verwaltungsfachangestellten von der Möglichkeit, in Sigulda einen sechswöchigen Aufenthalt zu absolvieren.

Ob seine Schülerin nicht Lust habe, im Rahmen des „Leonardo da Vinci“-Mobilitätsprojektes die Verwaltung der lettischen Partnergemeinde kennenzulernen? Ein Stipendium deckt die Kosten für die Reise, Unterkunft und Verpflegung sowie für den Sprachkursus. So entsendet die BBS regelmäßig Azubis aus dem Kreis Diepholz in 14 Länder.

Mit diesem Tipp traf Hübscher ins Schwarze. Während sich Klassenkameraden vom Organisationsaufwand abschrecken ließen, zeigte Michelle Redler Eigeninitiative und organisierte den Trip selbst. Dabei half auch der BBS-Europabeauftragte Knut Hancker.

Von ihren Erlebnissen sowie vom Land und von den Leuten hat die 18-Jährige gestern im Stuhrer Rathaus geschwärmt: Sie war in Sigulda für die Tourismusabteilung des Rathauses tätig. Nach einem Sprachkursus und Besuchen aller Sehenswürdigkeiten war die Heranwachsende dort von Montag bis Sonntag etwa 70 Stunden fürs Rathaus unterwegs. Doch nicht etwa Stress war angesagt. Sie sollte lediglich „die Arbeit auf sich zukommen lassen“. So korrigierte die 18-Jährige Marketingtexte und arbeitete für deutsche Touristen Tagesprogramme aus: Burgen, Schlösser oder Höhlenbesichtigungen standen ebenso hoch im Kurs wie etwa Sport mit Bungee Jumping, Kanutouren, Kletterparcours oder Bob-Abfahrten. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Möglichkeiten vielfältig sind und so viele Deutsche Lettland besuchen. Unter die Touristen mischten sich auch US-Amerikaner und Australier. Das hat mich positiv überrascht.“ Die junge Auszubildende habe sich in der kurzen Zeit nicht nur schnell in die Gepflogenheiten der lettischen Verwaltung eingelebt, sondern auch neue Freunde gefunden. „Ich lebte in einer eigenen Wohnung, habe Wäsche selbst gewaschen und musste mich selbst ums Essen kümmern. Jeder Jugendliche sollte diese Erfahrung machen. Ich bin reifer geworden.“ Diese Reise habe ihrem beruflichen Ziel ein Stück weit näher gebracht. „Ich will Vollstreckungsbeamtin werden“, sagt die 18-Jährige selbstbewusst.

Von der Steigerung der Persönlichkeit profitieren auch Unternehmen in Stuhr und Weyhe, bestätigt Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeyer. 600 Azubis gebe es allein in Stuhr. Er warb – wie die BBS-Lehrer Michael Hübscher und Knut Hancker um solch einen Auslandsaufenthalt. Die Gemeinde Stuhr wie die BBS seien behilflich.

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