Ein Jahr zentrale Notfallpraxis in der Klinik Diepholz / KV-Geschäftsführer zog Bilanz

Bereitschaftsdienst funktioniert

Michael Schmitz, Geschäftsführer der Bezirksstelle Verden der Kassenärztlichen Vereinigung, zog in Barnstorf Bilanz des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Diepholz - DIEPHOLZ/BARNSTORF (ej) · Seit einem Jahr läuft der Ärztliche Bereitschaftsdienst in der Region Diepholz (mit Barnstorf, Rehden und Wagenfeld) nicht mehr in der jeweiligen Praxis des Dienst habenden Arztes, sondern zentral in einem Raum der Klinik Diepholz. „Es funktioniert“, war die Bilanz, die Michael Schmitz, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirksstelle Verden, in Barnstorf zog.

Dort war er am Dienstagnachmittag zu Gast beim Seniorenbeirat der Samtgemeinde, der im Rathaus tagte.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hatte den Bereitschaftsdienst verändert, um die Dienstbelastung der Ärzte in der ländlichen Region zu verringern und so die Übernahme von Praxen, deren Inhaber in den Ruhestand gehen, für junge Mediziner attraktiver zu machen.

In der Woche wird die Diepholzer Bereitschaftsdienst-Praxis nur wenig benutzt, zeigten von Schmitz vorgelegte Zahlen. Montags und dienstags kommen im Durchschnitt 2,5 bzw. 2,2 Patienten. Mittwochs sind es 5,8, freitags 6,8. An Wochenenden ist die Frequenz naturgemäß höher. Nach der Statistik kamen im ersten Jahr sonnabends im Schnitt 27,2 und sonntags 26,2 Patienten in die Praxis, in der jeweils ein Arzt aus der Region seinen Bereitschaftsdienst versieht. Nach der Praxis-Öffnungszeit versieht der Dienst habende Mediziner in der Woche noch den Hausbesuchsdienst. Die Hausbesuche werden in der Woche im Schnitt nur von einem Patienten in Anspruch genommen – sonnabends und sonntags von jeweils etwa fünf. An Wochenenden ist der Dienst wegen der höheren Frequenz doppelt besetzt: Ein Arzt übernimmt die Praxis, ein anderer macht Hausbesuche.

„Der Bereitschaftsdienst überbrückt lediglich die Zeit zu den normalen Öffnungszeiten der ambulanten Praxen“, betonte Schmitz. Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst (Tel. 112).

Junge Nachfolger für ausscheidende Ärzte zu finden, ist dringend notwendig. Im Landkreis Diepholz sind 51 niedergelassene Mediziner (19 Prozent) über 60 Jahre alt. In Diepholz/Wagenfeld sind allein neun Ärzte über 60 Jahre und damit kurz vor dem Ruhestand. Vor der Neuregelung hatten die Mediziner wesentlich öfter Bereitschaftsdienst – getrennt in ihren jeweiligen Praxis-Orten. Für die Patienten (außer denen aus Diepholz) hatte das den Vorteil, dass sie nicht bis in die Kreisstadt fahren mussten.

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