Über 10 000 Festmeter Holz in diesem Jahr in der Revierförsterei Erdmannshausen geschlagen

Baumernte in frostiger Idylle

In der Klaue des „Harvesters“ wirken auch stattliche Baumstämme wie Spielzeug.

Schwaförden - (ab) · Eine beeindruckende weiße Wolke erhebt sich im malerisch verschneiten Wald nordöstlich von Schwaförden, wenn Forstwirt Uwe Pegloe mit dem „Harvester“ einen Baum packt und absägt. Das sechsachsige Ungetüm mit beheizter Kanzel ist zurzeit wohl der angenehmste Arbeitsplatz beim Holzeinschlag in der Revierförsterei Erdmannshausen – „aber wenn es ans Schrauben geht... Erst gestern Abend ist ein Schlauch kaputt gegangen, bei der Witterung fallen häufiger kleine Reparaturen an als sonst.“

Auch auf die „klassische“ Art, per Motorsäge, werden Bäume gefällt – etwa die rund 180 Jahre alten Eichen, die für die Wertholzauktion in Bispingen bestimmt sind. Die damit beschäftigten Mitarbeiter können sich in ihren Pausen in der mobilen Schutzhütte mit Gasofen aufwärmen. Ein unfreiwilliges Versteckspiel beschert das Wetter den Mitarbeitern der zwei Rückezüge, weiß Peter Braunert, Leiter der Revierförsterei: „Einzelne Stämme, die bereits ein paar Tage liegen, sind unter der unter der Schneedecke schwer zu finden.“

Über 10 000 Festmeter – das ist nun wirklich eine Menge Holz, die bis jetzt in diesem Jahr „geerntet“ wurde. „Im Durchschnitt sind es rund 7 800 Festmeter, aber wir holen nach, was wir im vergangenen Jahr nicht geschafft haben.“ Nach den Fällarbeiten im Frühjahr hatte der Holzeinschlag im Sudwalder Gehege und im Bereich Hardenborstel Mitte November wieder begonnen, „dieser Einsatz dauert bis Ende Januar, der manuelle Einschlag geht sicher bis Ende Februar weiter“, schätzt Peter Braunert.

Alle Qualitäten – von Industrieholz, etwa für die Herstellung von Spanplatten und Papier, bis zu Wertholz für die Möbelproduktion –  sind vertreten. „Seit ein paar Jahren tritt Kiefernwertholz aus der Revierförsterei die Reise nach Italien an, wird dort zu Särgen verarbeitet.“ Brennholz ist für örtliche Kunden bestimmt, per Direktvermarktung: Die Brennholzversteigerung beginnt am Sonnabend, 15. Januar 2011, um 10 Uhr. Der Auktionsplatz im Wald ist dann ab dem Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden und ab der Landesstraße 202 in Mallinghausen ausgeschildert. Zwischen 200 und 250 Festmeter Brennholz sollen unter den Hammer kommen.

Seinen Weihnachtsbaum holt sich Peter Braunert überraschenderweise nicht aus dem Wald, sondern von einem Tannenhof in der Region – schmunzelnd erklärt er: „Unterständige, also im Schatten größerer Bäume stehende Tannen sind dafür nicht zu gebrauchen. Die Zweige sind einfach zu dünn, um Kerzen und Schmuck vernünftig zu halten.“

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