Das erste Wappen für Heiligenloh / Ortsrat dankt Burkhard Osterloh und Otto Bach

Baum, Beeke, Getreideähren und Wasserrad

So soll das erste Heiligenloher Wappen aussehen.

Bassum - HEILIGENLOH (tw) · Welche Symbole stehen für das schönste Dorf im Landkreis Diepholz, für die Twistringer Ortschaft Heiligenloh ? Der Ortsrat weiß es seit Mittwochabend ganz genau.

Schließlich hat er einmütig das erste Wappen für das Dorf beschlossen – mit einem begrünten Baum als Sinnbild für den heiligen Hain, mit der Beeke, einem Wasserrad und vier Getreideähren. Sie sind Symbole für die Wassermühlen seit 1450 und die starke Bauernschaft.

Burkhard Osterloh stellte dem Ortsrat in der öffentlichen Sitzung – zum ersten Mal in der sanierten und renovierten Henckemühle – den favorisierten Entwurf eines Heiligenloher Wappens vor, und alle waren davon begeistert. Vorausgegangen war eine Meinungsumfrage und eine Abstimmung in der Bevölkerung. Nach intensiver Vorarbeit gemeinsam mit Twistringens Stadtarchivar Otto Bach war der Entwurf entstanden.

Anfangs hatte Osterloh noch „ganz wilde Entwürfe“. Doch Fachmann Otto Bach bremste dessen Eifer: „So wird kein Wappen entworfen.“ Wappen sollten nur durch Symbole – ohne Worte oder Zahlen – dargestellt werden und auch klein noch gut erkennbar sein, erklärte Bach. Also machten sich die Beiden auf Symbolsuche und wälzten dabei so manches Fachbuch.

Im Sommer dieses Jahres wurden 200 „Wahlzettel“ mit Hintergrundinformationen zur Heiligenloher Geschichte und mit passenden Symbolen verteilt. Jeder Haushalt konnte abstimmen. Das Ergebnis: „78 Zettel sind zurück gegeben worden. Drei waren gegen das Wappen, drei enthielten sich, aber die große Mehrheit war dafür“, so Osterloh. Ortsbürgermeisterin Anke von der Lage-Borchers stellte fest: „Das sehe ich als großflächige Zustimmung.“ Auch Twistringens Bürgermeister Karl Meyer fand das Wappen eine ausgezeichnete Idee.

Nach der Entscheidung im Ortsrat soll das über 1 000 Jahre alte Heiligenloh nun sein erstes Wappen erhalten, nutzbar nicht nur für offizielle Briefbögen oder andere Ortsschriften, sondern auch für den Verkehrs- und Verschönerungsverein, der mit dem Wappen zwei neue Ortskarten am Göpel und vor der Volksbank aufwerten möchte. Auch dafür hat sich Burkhard Osterloh eingesetzt und eine für Ortsunkundige leicht lesbare Karte mit allen nennenswerten Bereichen, Straßen und touristischen Anlaufpunkten gefertigt.

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