Dämmerschoppen bei der ISU mit Bürgermeister und Wirtschaftsförderer

Baugrundstücke und Personal sind Mangelware

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Der ISU-Vorsitzende Harald Krokat (2.v.r.) begrüßt zum ersten Dämmerschoppen 2014 Bürgermeister Niels Thomsen, dessen Vertreter Ulrich Richter und Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier (v.l.). ·

Moordeich - Von Rainer Jysch. „Wir sind mittlerweile ein sehr großes Dienstleistungsunternehmen mit 550 Mitarbeitern“, erklärte Bürgermeister Niels Thomsen am Montagabend beim Dämmerschoppen der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU) im Gasthaus Nobel.

„Es wird zunehmend schwieriger, freie Stellen mit guten Kräften adäquat zu besetzen“, führte Thomsen aus. Da nütze es auch nichts, dass die öffentlichen Gebäude mit hohem finanziellen Aufwand fortlaufend saniert würden, um ein ansprechendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Als Beispiel nannte Thomsen die KGS Brinkum, die mit einem Sanierungsvolumen von rund 15 Millionen Euro modernisiert und erweitert wird. „Das ist, verkürzt gesagt, eine neue Schule.“ Auch verschiedene Grundschulen und die Lise-Meitner-Schule in Moordeich kommen laut Thomsen in den Genuss erheblicher Investitionen. „Das alles dient letztlich dem Standort. Und es dient auch den Unternehmen und ihren Mitarbeitern“, wandte sich der Bürgermeister an die rund 40 Zuhörer.

„In diesem Jahr werden wir uns mit der Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze befassen“, kündigte Thomsen an. Vor rund 20 Jahren hatte die Gemeinde die Konzessionen an Energiekonzerne vergebenen. Die Verträge laufen im Frühjahr 2016 aus. Ähnlich wie in der Nachbargemeinde Weyhe sollen noch im Sommer 2014 Ratsbeschlüsse herbeigeführt werden, ob und wie die Netze von den Gemeinden betrieben werden können. „Wir versprechen uns viel davon, die Netze in kommunale Hand zu bekommen“, sagte Thomsen.

Um der ungebremsten Nachfrage nach Flächen für die Wohnbebauung zu begegnen, hat Stuhr „als ersten Schritt“ in Fahrenhorst 16 und in Varrel sechs Bauplätze ausgewiesen. Die Vermarktung soll nach dem Ratsbeschluss Anfang März beginnen.

Breiten Raum nahm die Besorgnis der Zuhörer über die Entwicklung der vielen parkenden Lastkraftwagen im Gewerbegebiet Groß Mackenstedt-Nord ein. Nachdem ein dortiger Baumarkt begonnen hat, seine Kundenparkplätze einzuzäunen, würde sich die Situation möglicherweise noch verschärfen, sagte ein ISU-Mitglied.

Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier berichtete in diesem Zusammenhang von örtlichen Gewerbetreibenden, die von einer leichten Besserung gegenüber dem Vorjahr sprechen. Gesetzliche Vorschriften zur Begrenzung der Lenkzeiten zwingen LKW-Fahrer zu Ruhepausen. Müll und andere Hinterlassenschaften der Fahrer blieben aber ein Ärgernis. „Wenn die Ware nicht per Lastwagen zu den Gewerbetreibenden geschafft wird, können sie auch nichts mehr verkaufen“, meinte eine Teilnehmerin lakonisch. „Wir können das Problem nicht regional lösen“, zog Harald Krokat das Fazit zu diesem Thema.

Zur ersten Veranstaltung eines neuen Jahres sind laut dem ISU-Vorsitzenden Harald Krokat immer Gemeindevertreter eingeladen. So waren nicht nur Thomsen, sondern auch dessen Allgemeiner Stellvertreter Ulrich Richter sowie Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier zu Gast.

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