Zwei statt einer

Verwaltung legt neuen Vorschlag zur Erweiterung der Kita Nordwohlde vor

Die Kita Arche Noah in Nordwohlde
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Die Kita Arche Noah soll nun doch zwei neue Räume bekommen. So schlägt es die Verwaltung vor.

Nordwohlde – In der Diskussion um das künftige Betreuungsangebot in Nordwohlde tut sich was. Die Verwaltung hat einen neuen Vorschlag ausgearbeitet und möchte diesen auf der virtuellen Sitzung des Ausschusses für Soziales und Familie am kommenden Dienstag vorstellen. Und der lautet: ein neuer Anbau für zwei Gruppen, wobei nur einer der Räume erst mal genutzt wird.

Rückblick: Eltern in Nordwohlde fürchteten, dass das Betreuungsangebot ab dem kommenden Jahr nicht mehr ausreicht, da viele junge Familien in das neue Baugebiet gezogen sind und auch in die übrigen Ortsteile wie Stühren. Einige von ihnen hatten alte Häuser erworben. Deswegen wünschten die Eltern sich zwei weitere Gruppen: eine für Kinder über und eine für Kinder unter drei Jahren.

Die Stadt erklärte auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses, das erstmal nicht zu wollen (wir berichteten). Ihr Vorschlag: eine zusätzliche Gruppe soll eingerichtet werden, die altersübergreifend ist. Die drei Kinder, die aktuell im Ü3-Bereich auf der Warteliste stehen, könnten bis dahin in Bramstedt unterkommen oder in einer Nachmittagsgruppe. Zwei weitere Gruppen für Nordwohlde wurden auch aus finanziellen Gründen abgelehnt.

Und genau bei diesem Punkt ist jetzt Bewegung reingekommen. „Wir haben uns noch mal mit dem evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband Syke-Hoya zusammengesetzt, der den Kindergarten Arche Noah betreibt, sowie mit dem Investor“, erklärt der Erste Stadtrat Norbert Lyko. Denn natürlich habe man den Unmut der Eltern nach der letzten Sitzung wahrgenommen, die unter anderem beklagten, dass das Angebot an der Lebenswirklichkeit vieler Anwohner vorbeigehe. Darum versuchte die Verwaltung, im Gespräch einen neuen Ansatz zu finden, mit dem hoffentlich alle besser leben können. „Denn es gab ja gute Argumente“, so Lyko.

Die Idee, erst mal einen Anbau für eine weitere Gruppe anzustreben und bei Bedarf noch einen zweiten zu errichten, wurde nun wieder zurückgestellt. Stattdessen sollen doch zwei Räume für zwei Gruppen kommen – wobei erst mal nur eine eingerichtet wird, altersübergreifend wie gehabt.

„Wir haben festgestellt, dass die Finanzen sich doch anders darstellen als zunächst angenommen. Selbst wenn der eine Raum leersteht, müssten wir ihn nicht voll bezahlen, da keine Personal- und Sachkosten entstehen“, erläutert Lyko.

Der neue Vorschlag wird natürlich mehr kosten als der alte, aber „die Mehrkosten wären vertretbar“, so der Erste Stadtrat. Und er bringt einige Vorteile. „Wir sind flexibler. Sollte sich herausstellen, dass es in der altersübergreifenden Gruppe Probleme zwischen den Kleinen und den Älteren gibt, könnten wir sie splitten und eine Zehnergruppe für die U3-Kinder anbieten.“

Außerdem wäre Nordwohlde dann gerüstet, wenn es wirklich zu einem Ansturm auf die Arche Noah kommt. Statt dann erst einen neuen Anbau anzuschieben, wäre er schon da.

Wenn der Ausschuss am Dienstag grünes Licht gibt und auch der Verwaltungsausschuss am 5. Mai einverstanden ist, kann sich der Kita-Verband mit dem Investor zusammensetzen. „Wir haben den neuen Vorschlag auch schon den Eltern mitgeteilt und positive Rückmeldungen bekommen“, freut sich Lyko.

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