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Nabu stellt Storchennest in Bassum-Wichenhausen auf

Storchennest mit Traktor
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Mit vereinten Kräften ziehen Heino Knief (im Trecker), Horst Beckefeldt, Volker Schorling und Heiner Jürgens das Nest in die Höhe. Manfred Meyer freut sich, dass seine Initiative umgesetzt wird.

Bassum – „Die Männer vom Bauhof haben schon mit mir geschimpft. Ich habe nix von Gummistiefeln gesagt. Und der Trecker hat sich auch schon festgefahren.“ Manfred Meyer lächelt verlegen. Kein leichtes Unterfangen, ein Storchennest auf einer feuchten Wiese aufzubauen. Knöcheltief stehen die Männer im Matsch, dazu ist es noch eiskalt an diesem Morgen.

Doch mit gemeinsamen Kräften gelingt es schließlich – und die leckeren Berliner, die Manfred Meyer mitgebracht hat, entschädigen für nasse Füße. Neun Meter ist das Storchennest hoch, das nun in Bassum-Wichenhausen auf Bezug wartet.

Die Idee dazu hatte Meyer, der Mitglied in der Nabu-Ortsgruppe Syke-Bassum ist. Er suchte einen geeigneten Standort und fragte mehrere Landwirte in der Umgebung. Bei Heino Knief rannte er offene Türen ein. „Netterweise haben uns auch die Firma Günnemann und die Stadt Bassum unterstützt“, so Meyer. Das Nest besteht aus Weidenruten und Obstgehölzen – gebunden hat es Meyers Familie in der heimischen Garage. Den von Günnemann gebauten Unterbau mitsamt Metallstange zogen die Mitarbeiter des Bauhofs dann Stück für Stück in die Höhe und betonierten ihn einen Meter tief im Erdboden. „Ein Meter, das sollte reichen“, ist Horst Beckefeldt von der Standfestigkeit überzeugt.

Fast geschafft: Das Storchennest steht.

Ob das Nest dieses Jahr schon bezogen wird, bleibt abzuwarten. Störche seien wählerisch, müssen sich an neue Standorte erst gewöhnen. Die Lage aber sei geeignet, ist Meyer überzeugt. In den vergangenen Jahren hätten sich wieder vermehrt Störche in der Region angesiedelt. Laut Nabu gab es 2019 sogar ein Rekordergebnis beim Storchennachwuchs, dazu beigetragen habe insbesondere die große Feldmauspopulation. „Auch 2020 war für die Weißstörche in Niedersachsen und Bremen ein gutes Jahr“, ist auf der Internetseite des Nabu Niedersachsen zu lesen.

Die Aussichten seien günstig, dass die Storchenpopulation weiter ansteige, zumindest solange die Müllkippen insbesondere in Spanien zur Nahrungssuche offen sind. Daher gelte es, für die Störche und ihren Nachwuchs weiter ausreichend Feuchtgrünland mit entsprechenden Biotopen zu erhalten und neu zu schaffen. Denn trockene Sommer und die dadurch eingeschränkte Möglichkeit, Regenwürmer für den Nachwuchs zu finden, machen den Störchen zu schaffen. Viele Paare konnten 2020 nur ein Junges großziehen.

Meyer freut sich, wenn das Nest überhaupt angenommen wird.

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