Zeitreise durch Wilhelmshaven und Schiffs-Lexikon veröffentlicht / Alte und neue Fotos gegenübergestellt

Ulf Kaacks Kamera zeigt den Wandel

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Ulf Kaack mit seinen neuesten Büchern.

Nüstedt - Von Ulf Kaack, der in den vergangenen Jahren eine große Zahl von Marine- und Landschafts-Büchern vorgelegt hat, kommen jetzt zwei neue Veröffentlichungen frisch in die Buchläden: ein Bildband „Wilhelmshaven. Gestern und Heute“ und das Nachschlagewerk „333 Schiffe, die man kennen muss“.

Zu seinem Wilhelmshaven-Buch sagt der Bassumer Kaack: „Kaum eine Stadt in Norddeutschland hat aufgrund der beiden Weltkriege gleich mehrfach den extremen Wandel von wirtschaftlicher Blüte über Zusammenbruch und Zerstörung hin zum Wiederaufbau durchmachen müssen. Das hatte weit reichende Folgen für die teils radikale Veränderung des Stadtbildes.“ Geschichte und Gegenwart markanter Bauten in 55 Bildpaaren vergleichend gegenüber zu stellen, habe ihn besonders gereizt, betont der Autor.

Bei diesem Projekt hat er sich mit dem ehemaligen Marineoffizier Eberhard Kliem aus Rastede zusammengetan. Kliem kennt Wilhelmshaven wie seine Westentasche.

Kaiserzeit, Weltkrieg

und Wiederaufbau

Er hat ebenfalls viel veröffentlicht, zuletzt Bücher über die kaiserliche Marine, den Marinemaler Claus Bergen und Admiral Hermann Boehm, dem Flottenchef der Kriegsmarine zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Wilhelmshaven wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erster deutscher Kriegshafen und ist noch heute die bedeutendste deutsche Marinestadt an der Nordsee. Ihr Gesicht wurde durch die großzügige Erweiterung in der Kaiserzeit geprägt. In der Zeit des „Dritten Reiches“ wurde sie mit vielen Hafenausbauten, Kasernen und repräsentativen Gebäuden fortgesetzt. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten zahlreiche Bomben große Teile der städtebaulichen Substanz. Beim Wiederaufbau nach 1945 hat sich die Stadt von weiten Teilen ihrer preußisch-wilhelminischen Vergangenheit getrennt.

Die weitaus meisten aktuellen Fotos hat Ulf Kaack gemacht, die historischen Bildern in Schwarz-Weiß und Farbe gegenübergestellt sind. Sie stammen zu einem großen Teil aus dem Stadtarchiv Wilhelmshaven. Anschauliche Texte erläutern die Hintergründe der jeweiligen Entwicklung. Eine Stadtchronik rundet den Band ab. Von der Antike bis zur Gegenwart reicht die Bandbreite der Schiffe, die Kaack in dem Lese-Lexikon „333 Schiffe, die man kennen muss“ in Wort, Bild und technischen Daten kurz und knapp im Überblick präsentiert.

Kaack: „Ich war zuständig für die gesamte Marine einschließlich der U-Boote, für die Seenotkreuzer, Großsegler, Behörden- und Spezialschiffe.“ Für die ältesten Seefahrzeuge und die Passagierschiffe – die bei Weitem größte Gruppe im Buch – hat er sich den Bassumer Schifffahrtshistoriker Harald Focke als Co-Autor „ins Boot geholt“. Beide Werke sind im Buchhandel erhältlich.

Kaack, auch Kenner klassischer Traktoren, plant für 2016 weitere Bücher, etwa über die legendären Porsche-Diesel-Schlepper sowie das aktuelle und historische Bremen im Vergleich.

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