Bassumer Club sucht Verstärkung

Zauberer am Billardtisch: Training zahlt sich aus

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Ran an den Tisch: Wolfgang Defort, Heiner Wessel, Sascha Kalin, Thorsten Meyer und Jörg Nöllenburg würden gerne Verstärkung in ihren Reihen begrüßen.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Spätestens bei der Frage nach dem amtierenden Weltmeister offenbart sich: Billard ist eine Randsportart. Wer weiß schon, dass der Taiwaner Ko Pin-yi 2015 Weltmeister geworden ist und der beste deutsche Spieler Thorsten Hohmann heißt? Wer an Billard denkt, hat oft ein Bild von verräucherten Kneipen im Kopf – in der einen Hand den Queue, in der anderen ein Bier. Dass es auch anders geht, zeigt der Bassumer Billard Club.

Dessen Mitglieder verbinden den gesellschaftlichen Aspekt mit dem sportlichen Wettbewerb – allerdings ohne Zigarettenqualm und Alkohol. Derzeit hat der Verein 15 Mitglieder. „Wir würden uns sehr über Verstärkung freuen“, sagt Wolfgang Defort, Vorsitzender und Gründer des Clubs. Er hofft, auf diesem Weg Interessierte anzusprechen, die einfach mal vorbeikommen und das Spiel ausprobieren. Es gibt regelmäßige Übungsabende.

Die Mitglieder trainieren immer dienstags und donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr. Freitags öffnen die Billardspieler ab 19.30 Uhr die Türen für alle. „Uns ist jeder willkommen. Wer möchte, kann einfach ein bisschen spielen, ganz ohne Zwang. Wir geben aber auch gerne Tipps, wenn jemand etwas lernen möchte. Queues werden gestellt. Und natürlich würden wir uns über feste Mitglieder freuen, die regelmäßig mit uns trainieren“, sagt Defort.

Der Club verfügt über vier Tische, wobei derzeit nur drei aufgebaut sind. „Der vierte passt leider nicht in unser neues Domizil am Schützenplatz.“

Der Verein stellt drei Mannschaften. Die Bassumer spielen in der Verbandsliga, in der Landesliga und in der Kreisliga. Defort selbst spielt in der Verbandsliga. Er trainiert mindestens zweimal in der Woche. „Kann schon mal sein, dass bei den Turnieren ein Deutscher Meister dabei ist. Da möchte man sich schließlich nicht blamieren.“

Billard gilt als eine der schwierigsten Hand-Auge-Koordinationssportarten der Welt, heißt es. Training ist das A und O, zumindest, wenn man in den oberen Klassen mitspielen möchte.

Auf die Technik kommt es an, das hat nichts mit Zauberei zu tun. Billard sei ein taktisches Spiel. Man müsse schon überlegen. Der Profi haut nicht einfach drauf. Man braucht Geduld, ein gutes Auge und eine ruhige Hand.

„Man muss aber nicht extrem fit sein, um gut zu spielen“, berichtet Defort. Von daher eigne sich Billard für jede Altersstufe. „Es ist ein tolles Hobby. Und wir sind eine super Gemeinschaft.“

Wolfgang Defort hat das Billardspielen in Amerika kennengelernt. „Das muss 1979 oder 1980 gewesen sein. Ich habe mit meinen Eltern meinen Onkel in den Staaten besucht. Er hatte einen Billardtisch im Keller“, erinnert sich der Bassumer.

Von da an war er infiziert. Zuerst spielte Defort mit Freunden in Kneipen und Spielhallen. Dann gründete er den Bassumer Billard Club. „Zwischenzeitlich hatten wir mal 50 Mitglieder.“ In den vergangenen Jahren habe Billard an Attraktivität verloren. Eine Erklärung dafür hat Wolfgang Defort nicht.

Der Club ist ein eingetragener Verein und finanziert sich über die Mitgliedsbeiträge. Der Monatsbeitrag beträgt 25 Euro. Hört sich im ersten Moment viel an. „Es sind eigentlich nicht mal ein Euro pro Tag. Dafür können die Mitglieder theoretisch jeden Tag spielen“, so Defort.

Je mehr Mitglieder der Club hat, desto günstiger könne der Beitrag werden. Die Kosten für Miete et cetera würden dann auf mehrere Schultern verteilt. „Kinder und Jugendliche zahlen wesentlich weniger“, so der Vorsitzende. Der jüngste im Club ist Sascha Kalin. Der 22-Jährige hat als Jugendlicher angefangen, ist geblieben und gehört mittlerweile zu den Besten im Club.

www.pool-billard-club-bassum.de

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