Viele Gelegenheiten zum Ausprobieren

Wollzirkus in Bassum: zufriedene Besucher und Aussteller

Blick auf die Konzertmuschel, an der ein „Wollzirkus“-Schild hängt.
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Bitte Berühren: Neben Verkaufsständen bot der Wollzirkus viele Gelegenheiten zum Anfassen und Ausprobieren.

Zwei Tage für Wolle und ihre nachhaltige Verwendung: Das ist der Wollzirkus. Die Beteiligten waren zufrieden, auch weil das Wetter am Wochenende mitgespielt hat.

Bassum – Wenn der Wollzirkus an der Freudenburg gastiert, dann ist das eine Mischung aus kleinem Volksfest, Handwerks- und Landwirtschaftsmarkt. Aber vor allem gibt es viel Gelegenheiten zum Anfassen, selber Ausprobieren und Lernen. Am Wochenende war es wieder so weit: Nach einem „literarischen Schäferstündchen“ am Samstagabend hat der Zirkus am Sonntag ab 11 Uhr seine Pforten geöffnet.

Gleich am Eingang zum Wollzirkus stehen in zwei Umzäunungen Schafe, darunter ein wenige Tage altes Lamm mit seinem Muttertier. Im anderen Verschlag sind Tiere von Thomas Gerken, der in Syke nebenberuflich Schafe der Rassen Rhönschaf und Rauhwolliges Pommersches Landschaf züchtet.

„Mäh“: Die Schafe am Eingang waren bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen besonders beliebt.

Gerken ist mit dem Tag auf dem Wollzirkus zufrieden. Weil der Wollzirkus vor allem auch eine Veranstaltung zum Anfassen ist: „Der Sinn für Wolle wird vermittelt.“ Gerkens Tiere können und dürfen berührt werden. „Kinder machen viel mit den Sinnesorganen“, hat er beobachtet. Er findet schön, dass man darüber Interesse und Verständnis wecken könne, bei Kindern aber auch bei Erwachsenen.

Vom Eingang aus geht es weiter zu den verschiedenen Stufen, in denen Wolle verarbeitet wird. Zwischen zwei Verkaufsständen etwa sitzt Ingrid Bauer an ihrem Spinnrad und lässt die Wolle durch die Finger fließen: „Ich spinne gerne rustikal“, berichtet die 86-Jährige.

Dass der Himmel am Sonntag durchgehend grau war, dürfte so manchen besorgten Blick auf sich gezogen haben. Aber bis zum Abend bleibt es trocken – einer der Gründe, für die Bilanz von Organisatorin Susanne Schmid: Die sei „richtig, richtig gut“, berichtet sie aus der Konzertmuschel. Trotz des wärmeren, sonnigeren Wetters im vergangenen Jahr sei der Publikumszuspruch bei der zweiten Auflage sogar noch etwas größer. Seit 11 Uhr seien die Besucher gekommen, ohne dass es zwischendurch eine Flaute gegeben habe, erzählt Schmid. „Eine tolle Veranstaltung“, pflichtet ihr Astrid Zarbock-Sommer bei, die mit Ehemann und Schwiegervater zur Freudenburg gekommen war.

Nebenan in der Konzertmuschel hat Petra Kumpfe ihren Stand: Die pensionierte Lehrerin hatte schon ihren Grundschülern den natürlichen Rohstoff Wolle nähergebracht. Auf dem Wollzirkus zeigt sie, wie man Filzhüllen für Stifte herstellt. „Man braucht ein bisschen Kraft“, sagt eine Besucherin, während sie das Vlies in den Händen rollt. Die sind am Ende „schön weich und sauber“.

Aussteller Oliver Will aus Wehrbleck war bereits im vergangenen Jahr dabei. Bei ihm am Stand kann man lernen, dass der Wollzirkus sich nicht allein um Schafe dreht: Hinter ihm hängen – nach den Namen der Tiere sortiert – Tüten mit Wolle von Alpakas (einer Kamelart). Will ist zufrieden, auch 2021 mit dem Alpakahof Strange auf den Wollzirkus gekommen zu sein. „Das ist ein ganz, ganz nettes Publikum hier“, berichtet er. Insgesamt sei es eine tolle und lehrreiche Veranstaltung. Und er bietet sogleich an, einmal auszuprobieren, wie weich sich Alpaka-Vlies anfühlt.

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