2177 Stunden in 2017 geleistet

Bassumer DRK-Bereitschaft hat nur sieben Aktive

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Der Leiter der DRK-Bereitschaft Bassum, Günter Brockmann (M.), mit den beiden Bereitschaftsmitgliedern Tobias Diephaus (links) und Rainer Schneider, die beide in diesem Jahr mehr als 600 Stunden ehrenamtlich tätig waren. 

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Der Bassumer DRK-Bereitschaft gehören gegenwärtig rund 21 Mitglieder an. – „Aber nur auf dem Papier“, schränkt Bereitschaftsleiter Günter Brockmann ein. Lediglich sieben Mitglieder sind wirklich aktiv, und darunter sind auch noch zwei Ehrenamtliche, die im Schichtdienst arbeiten und daher auch nicht immer einsatzbereit sind. „Das wird manchmal ziemlich eng, und wir wären froh, wenn wir noch einige Mitglieder mehr wären“, so Brockmann.

Dass die vielen Einsätze überhaupt noch zuverlässig gefahren werden können, liegt auch daran, dass die Aktiven auch wirklich aktiv sind. Immerhin leistete die Bereitschaft in diesem Jahr 2 177 Stunden.

95 Prozent dieser Dienstzeit bestehen aus Einsätzen bei Veranstaltungen: Sportfeste, Open-Air-Konzerte, Einsätze an der Kartbahn, beim Kürbisfest, auf dem Brokser Heiratsmarkt und beim neuntägigen Kreis-Jugendfeuerwehr-Zeltlager. Aber auch die Mithilfe bei den Blutspende-Aktionen ist in Bassum – im Gegensatz zu den meisten anderen DRK-Ortsvereinen im Landkreis – Aufgabe der Bereitschaft.

„Wir wären schon froh, wenn uns die Mitglieder des Ortsvereins wenigstens dabei mehr unterstützen würden“, so Brockmann.

Bei mehr als der Hälfte dieser ehrenamtlich geleisteten Stunden waren Rainer Schneider und Tobias Diephaus im Einsatz. Jeder von ihnen hat mehr als 600 Stunden in seinem Dienstbuch verzeichnet. Umgerechnet sind das 50  Stunden pro Monat oder täglich fast zwei Stunden freiwilliger Arbeit im Dienst für die Allgemeinheit.

Einsätze beim Brokser Heiratsmarkt und beim Feuerwehr-Zeltlager

Tobias Diephaus ist seit 26 Jahren Mitglied der Bereitschaft, Rainer Schneider ist sogar schon seit 42 Jahren dabei. Beide freuen sich, dass ihre Familien damit einverstanden sind, dass sie an vielen Sonn- und Feiertagen nicht zu Hause sind, dass sie für die Einsätze beim Brokser Heiratsmarkt sowie beim Feuerwehr-Zeltlager sogar einen Teil ihres Jahresurlaubs opfern und auch abends in der Woche oft mit der Fahrzeug- und Gerätepflege beschäftigt sind oder Einsätze vorbereiten.

Ihr Fuhrpark besteht aus einem Mannschaftstransportwagen, einem großen Krankentransportwagen sowie einem kleinen Krankentransportwagen, der inzwischen 18 Jahre alt ist und fast 180 000 Kilometer auf dem Tacho hat.

„Wir denken über ein neues Fahrzeug nach“, berichtet Brockmann, und es scheint so, als werde sich dieser Wunsch erfüllen. Möglicherweise kann die Bassumer Bereitschaft im Frühjahr ein gebrauchtes Fahrzeug aus dem hauptamtlichen Rettungsdienst übernehmen.

Finanziert werden diese Fahrzeuge, die Ausstattung mit Verbandsmaterial, die Bekleidung sowie die in den Fahrzeugen mitgeführten Geräte von dem Geld, das die Ehrenamtlichen von den Veranstaltern bekommen.

Die Gruppe wünscht sich weitere Mitglieder

Es sei sehr, sehr schwer, weitere Mitglieder für diese ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen, berichten die Drei. Früher sei aus dem Jugendrotkreuz noch mal Nachwuchs gekommen, aber in Bassum fehlt ein Gruppenleiter, der eine Jugendrotkreuz-Gruppe betreuen kann.

„Wir haben schon so vieles vergeblich versucht“, bedauert Brockmann: Werbeaktionen bei Stadtfesten, bei Blutspenden, über Plakataktionen – alles ohne Erfolg. „Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, so Schneider. Genau wie seine Kollegen freut er sich über viele positive Rückmeldungen, wenn sich Patienten bei ihnen später für die geleistete Erstversorgung bedanken oder Passanten ihnen ein „Schön, dass ihr da seid !“ zurufen.

Diese Dankbarkeit und Anerkennung erleben sie in letzter Zeit häufiger. „Und daraus ziehen wir einen großen Teil unserer Motivation“, so Schneider.

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