Bassumer Fahrradwerkstatt nach vier Umzügen an der Bahnhofstraße gelandet

„Wir ersticken hier zeitweise in Arbeit“

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Die neunjährige Ajasa hat ihr altes Kinderrad am Freitag abgegeben und gegen ein etwas größeres eingetauscht. Stefan Seltmann kontrolliert noch die Beleuchtung. 

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Bereits zum vierten Mal ist die Fahrradwerkstatt Bassum mittlerweile umgezogen. Wie Pit Rodenberg hofft, zum letzten Mal.

Denn das alte Behelfsheim in Bahnhofsnähe, in dem in den vergangenen Jahren Flüchtlinge untergebracht waren, wird für diese Zwecke nicht mehr benötigt. Zwischen Auszug aus dem Gebäude an der Hermannstraße und dem Bezug der neuen Werkstatt lag allerdings eine Unterbrechung von etwa einem halben Jahr. Das zeigt sich nun im verstärkten Zulauf.

Bei der Einweihungsfeier hatten Stefan Seltmann, Pit Rodenberg, Jonas Bußjäger und ihre beiden angelernten Mitarbeiter Asre Imani und Riza Jateri alle Hände voll zu tun. Nach Aussage von Rodenberg haben die beiden angelernten Mitarbeiter sich nicht nur gute Kenntnisse bei den Reparaturarbeiten erworben. Sie seien auch durch ihre Sprachkenntnisse eine große Hilfe, wenn der Andrang zu groß wird, um die Besucher zur Geduld zu mahnen. „Wir ersticken hier zeitweise in der Arbeit.“

Pit Rodenberg freut sich über den originellen Blickfang, den die Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt Bassum am neuen Haus angebracht haben.

Bei einem Rundgang wurden die neuen Räume vorgestellt: Die mit Kinderrädern vollgestellte Küche, das ehemalige Bad, in dem die reparaturbedürftigen Räder abgestellt sind, die gut ausgestattete Werkstatt und der Raum, in dem die fertigen Räder auf ihre Käufer warten.

Wer einen Bassumer Tafelausweis besitzt, kann bei der Werkstatt ein Rad erwerben, das rund zehn Euro kostet. Für hochwertige Räder wird auch schon mal etwas mehr Geld verlangt.

Käufer bekommen Zertifikat

Grundsätzlich gibt das Werkstatt-Team nur Fahrräder aus, die es vorher auf Verkehrssicherheit geprüft hat. Darüber erhalten die Käufer ein Zertifikat. Alle Erwerber werden auch registriert, damit sich niemand mit mehreren Rädern eindeckt. „Das sind Maßnahmen aus unseren Erfahrungen“, so Rodenberg. Die Reparaturen bieten die Schrauber kostenlos an, lediglich für die Ersatzteile fallen Kosten an. Geöffnet ist die Bassumer Fahrradwerkstatt immer freitags von 16 bis 17 Uhr.

Die Versorgung mit Ersatzteilen sei gut, gebrauchte Fahrräder würden aber dennoch gerne angenommen. Obgleich die Werkstatt gut ausgerüstet ist und kürzlich sogar einen Kompressor geschenkt bekommen hat, würde sich das Team über weiteres Ersatzwerkzeug freuen. Da kamen zur Einweihung am Freitag ein Schlüsselsatz und mehrere Luftpumpen, die einige Besucher mitgebracht hatten, gerade recht.

Wenn es die Finanzen zulassen und sich jemand dazu bereit fände, könnte die bislang noch trostlose Fassade des Hauses demnächst von einem Graffiti-Künstler verziert werden. Die Farbe würde die Fahrradwerkstatt zur Verfügung stellen.

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