Windenergie und Gewerbegebiet

Bauausschuss bewegt dicke Brocken

Twistringen - Von Michael Walter. Ein Mammut-Programm erwartet nächste Woche die Mitglieder des Twistringer Bauausschusses: 22 Punkte umfasst die Tagesordnung für die Sitzung am Donnerstag, 25. Februar (Beginn: 18 Uhr im Ratssaal). Sechs davon werden nichtöffentlich beraten.

Auch inhaltlich bewegt der Ausschuss dabei dicke Brocken. Da wäre zunächst einmal das Thema Windenergie bei Rüssen. Im vorigen Jahr hatte der Rat schon einmal die Ausweisung eines Standorts für ein Windrad dort abgelehnt. Jetzt liegt ein modifizierter Antrag vor. Der Antragsteller geht davon aus, dass er mit seinem geänderten Antrag die Vorgaben des Standortkonzepts der Stadt Twistringen einhalten kann. Die Verwaltung sieht das anders.

Die Planer im Rathaus vertreten den Standpunkt: Nur wenn die Stadt ihr Standortkonzept bezüglich des Abstandes von Windparks untereinander nach unten anpasst, wäre das beantragte Windrad zulässig. Das müsste aber einheitlich auf das gesamte Stadtgebiet angewendet werden. Und das würde bedeuten: Dann wären wahrscheinlich auch andere Standorte für Windenergie zulässig, auch wenn Politik und Verwaltung die vielleicht gar nicht wollen. Die Empfehlung der Verwaltung lautet daher, auch diesen neu gefassten Antrag abzulehnen.

Zweites zentrales Thema ist an diesem Abend das Gewerbe- und Industriegebiet Binghausen: Der Ausschuss bereitet für den Rat den Satzungsbeschluss nach der zweiten Offenlegung des Bebauungsplanentwurfs vor. Stimmt der Rat der Empfehlung des Ausschusses zu, wäre das Planverfahren damit abgeschlossen.

Wie berichtet, möchte die Firma Gemüse-Meyer – mit gut 150 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitgeber in Twistringen – an der B51 nordöstlich von Binghausen ihren Betrieb erweitern. Die Planung umfasst ein Gebiet von etwa 50 Hektar.

Nächsten Donnerstag im Twistringer Rathaus

Der Eigentümer möchte auf eigenen Flächen bis zur Stadtgebietsgrenze von Bassum neue Betriebs- und Produktionshallen bauen. Für die Energieversorgung insbesondere der bestehenden und geplanten Kühlhäuser soll eine Windenergieanlage sorgen.

Die Stadt Twistringen steht dem Vorhaben positiv gegenüber. „Insbesondere auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Bedenken wegen einer möglichen Erschließung über einen vorhandenen Weg nördlich des angrenzenden Legehennenbetriebs hat die Stadt nicht. Grund: Planerisch sei das gar nicht zulässig. Eine Nutzung dieses Wegs für die Wartung hält die Verwaltung hingegen für unproblematisch.

Rubriklistenbild: © dpa

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