Wiese unterstreicht engen Kontakt zur Stadtverwaltung

Stadtentwicklung: GUT will mitreden

+
GUT-Chef Christian Wiese (rechts) bedankt sich bei Gastgeber Volker Schröder.

Twistringen - Von Sabine Nölker. Die Sanierung der B51, neue Baugebiete, das Gewerbegebiet „In den Weiden II“ sowie die Parkplatzsituation in der Innenstadt: Alles wesentliche Themen für die Stadtentwicklung in Twistringen. Und alles Themen, bei denen die GUT ein Wörtchen mitreden will. „In ganz engem Kontakt mit der Stadt“, wie der Vorsitzende Christian Wiese am Dienstagabend auf der Jahreshauptversammlung unterstrich.

Aktuell gehören 177 Betriebe der Gemeinschaft der Unternehmen in Twistringen an. „Der höchste Stand seit der Gründung vor 43 Jahren“, so Wiese. Gerade für den Einzelhandel möchte die GUT sich auch bei den Planungen zur Sanierung der B 51 mit einbringen. Bürgermeister Martin Schlake erklärte: Für die Stadt seien bei der Sanierung vier Aspekte maßgeblich. An erster Stelle die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Dann wolle die Stadt so viele Kurzzeitparkplätze wie möglich erhalten. Das gleiche gelte für die stadtbildprägenden Linden. Der vierte Punkt seien die Kosten. Für Schlake folgt daraus: „Es wird eine Kompromisslösung, die vielleicht nicht zur Zufriedenheit aller führt.“

In Bezug auf die Wohnbausituation lägen der Stadt laut Schlake zwei offizielle Anträge von Investoren vor. Der eine bezüglich eines Baugebiets an der Dillenstraße, der andere auf ein Baugebiet neben der Bremer Straße. Aber man müsse sich in Zukunft auch verstärkt um den Mietwohnungsbau kümmern, so Schlake. An der Bahnhofstraße gebe es bereits einige Investoren, die dies ins Auge gefasst hätten.

Im Industriegebiet „In den Weiden II“ soll im April der erste Spatenstich erfolgen, verriet der Bürgermeister. Ende des Jahres soll die Straße fertig sein, „so dass wir dann mit der Vermarktung beginnen können“.

Gastredner Uwe Lorenz, der Geschäftsführer der Alexianer Klinken im Landkreis, versprach: Nach dem Umzug der Psychiatrie nach Bassum werde es „bald viel Betrieb in Twistringen“ geben, wenn die Kinder- und Jugendpsychiatrie ins Krankenhaus einziehe.

Perspektiven für St.-Annen-Stift

Weiterhin werde es im St.-Annen-Stift eine Tagesklinik geben, die private Arztpraxis bleibe erhalten und die Fachschule für Pflegekräfte ziehe aus Eydelstedt mit 60 bis 65 Schülern und den Lehrern ein.

„Können Sie sich vorstellen, dass Sie die Ausbildung von Pflegekräften hier in Twistringen selbst betreiben und wir ein Kompetenzzentrum bekommen?“, fragte Grünen-Ratsmitglied Sylvia Holste-Hagen. Darauf erklärte Lorenz: Es werde bald keine kleinen Pflegeschulen mehr geben, diese würden in großen Zentren zusammengefasst. Ob in Twistringen, Syke oder anderswo sei „eine politische Entscheidung, zu der ich nichts sagen kann.“

Gastgeber der GUT war dieses Mal die Firma Heinrich Schröder Landmaschinen KG an der Industriestraße. Volker Schröder stellte den GUT-Mitgliedern den Betrieb vor, der seit 1970 in Twistringen ansässig ist und rund 70 Mitarbeiter beschäftigt, darunter zehn Auszubildende.

Frank Bellersen berichtete über die regelmäßigen Stammtische der GUT, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuten. In Kürze gebe es im Klausis den 25. Stammtisch, bei dem sich Carsten Pötter von der Landapotheke in Heiligenloh vorstellt. Es folgen im August die Alteco GmbH, im Oktober drei Firmen aus der Alten Post sowie im Winter Beckmann Dünger aus Beckeln.

Mehr zum Thema:

Lätare-Spende in Verden

Lätare-Spende in Verden

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Meistgelesene Artikel

Frühlingsmarkt lockt Besucher

Frühlingsmarkt lockt Besucher

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

24-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

Brummi-Fahrer pinkelt an Tankstelle 

Brummi-Fahrer pinkelt an Tankstelle 

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Kommentare