Westflügel hilft, das Leben neu zu ordnen

Gerda Lüdeke besichtigt mit Besuchern die Wohn- und Arbeitsgemeinschaft in Syke

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Westflügel-Mitarbeiter Frank Hallmann (hinten, 2.v.l.) Informierte eine Besuchergruppe, die von Gästeführerin Gerda Lüdeke (vorne, 2.v.r.) geleitet wurde, über die Ziele der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. 

Pestinghausen - Von Heiner Büntemeyer. Mit 28 Teilnehmern reiste Bassums Gästeführerin Gerda Lüdeke am Wochenende zum Westflügel, um der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft einen Besuch abzustatten. Begrüßt wurden sie von Frank Hallmann, der als gelernter Koch und Hotelfachmann in der Einrichtung für die Küche zuständig ist.

Im Tagesraum, dem Herz des Hauses, gab es zunächst selbst gebackenen Kuchen und Kaffee, anschließend führte Hallmann die Gruppe durch das Haus. Dabei erläuterte er die Arbeitsweise und das Anliegen dieser Einrichtung.

Der Westflügel sei für eine unterschiedlich lange Zeit das Zuhause hilfsbedürftiger Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Probleme haben, sich im täglichen Leben zurechtzufinden. Sie müssten Ordnung in ihr Leben bringen, Selbstvertrauen und Selbstachtung finden, so Hallmann. Dabei werden sie von erfahrenen Heilerziehungspflegern und Therapeuten begleitet. Durch sinnvolle Beschäftigung sollen die Betroffenen eigene Stärken wieder entdecken und ihren Tagesablauf neu strukturieren.

Erklärtes Ziel der Einrichtung sei es, diese Menschen wieder in das Arbeitsleben zu integrieren und sie für ein eigenständiges Leben fit zu machen, erklärte Hallmann. „Das dauert unterschiedlich lange, und es gibt auch keine Garantie dafür, dass es überhaupt gelingt. Die Bewohner haben schon ein Leben mit vielen gescheiterten Versuchen hinter sich, das kaum vorstellbar ist“, so Hallmann.

Gegenwärtig leben im Westflügel 33 Bewohner. Hinzu kommen die Bewohner der zwei WGs im ehemaligen Gasthaus Zur Westermark.

Für das Leben in der WG werden die Bewohner im Westflügel zunächst in einer Trainings-WG vorbereitet.

Hallmann zeigte den Besuchern die Räume des Hauses mit den Arbeitsbereichen Näherei, Holzwerkstatt, Druckerei, Papierwerkstatt, Tierzucht und Küche. Alle Arbeiten im Haus werden von den Bewohnern und den Mitarbeitern erledigt. Die Werkstätten werden nach kaufmännischen Grundsätzen geführt, dabei sollten durchaus Gewinne erwirtschaftet werden.

Auch die Räume, die als Jugendherberge genutzt werden, wurden besichtigt. Einige Besucher konnten sich noch an eigene Aufenthalte in der Herberge erinnern.

Sie lobten aber auch die Gestaltung des Hauses mit den hellen, freundlich eingerichteten Räumen, die harmonische Einbeziehung des Außenbereiches und die farbenfrohe Gestaltung. Sie erfuhren, dass das Portal von einer angedeuteten Vogelschwinge überragt wird, die in Verbindung mit der das Haus umgebenden Forst Westermark den Begriff Westflügel symbolisiert.

Vor dem Besuch bei Westfügel guckten sich die Teilnehmer die Bassumer Tafel an.

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