Gebäude an Industriestraße wird fit gemacht

Aus- und Fortbildungswerkstatt nimmt weiter Gestalt an

Volker Meyer (von links), Marcel Scharrelmann und Karsten Heineking ließen sich von Theo Lentz, Christoph Westerkamp und Jan Suhling durch die Räume der künftigen Ausbildungswerkstatt führen. Foto: Kreykenbohm
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Volker Meyer (von links), Marcel Scharrelmann und Karsten Heineking ließen sich von Theo Lentz, Christoph Westerkamp und Jan Suhling durch die Räume der künftigen Ausbildungswerkstatt führen.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. In der ehemaligen Fleischzerlegung an der Industriestraße in Bassum tut sich was. Die Hälfte des Gebäudes wird zurzeit eifrig saniert. Dort, wo jetzt Handwerker wirbeln, sollen in ein paar Monaten junge Auszubildende oder Quereinsteiger in Theorie und Praxis geschult und fortgebildet werden.

Die Aus- und Fortbildungswerkstatt nimmt auf etwa 700 Quadratmetern immer mehr Gestalt an. Davon konnten sich Montag auch die CDU-Landtagsabgeordneten Volker Meyer, Karsten Heineking und Marcel Scharrelmann bei einem Besuch der Zahnradfabrik Stelter überzeugen, der sie zum Abschluss in die ehemalige Schlachterei führte.

Obwohl die Werkstatt nur einen Steinwurf von Stelter entfernt liegt und das Unternehmen die andere Hälfte des Gebäudes weiter als Lagerraum nutzen wird, ist sie ein „in sich geschlossenes System und nicht Teil des Unternehmens“, wie Theo Lentz, Leiter für Personal und Öffentlichkeitsarbeit, betont. Die Werkstatt ist autark. Alle Firmen, die sich an ihr beteiligen, sind gleichberechtigt.

Trockenbau wird fertiggestellt

„Wir stehen hier schon im produktiven Bereich“, erläutert der Leiter für Gebäude-Infrastruktur, Jan Suhling, während sich die kleine Delegation in der ehemaligen Schlachterei umschaut. Viele Fenster werden eingesetzt, damit die Räume möglichst hell sind. Aktuell wird der Trockenbau fertiggestellt. Danach kommt die Elektrik, die Klima-Anlage, der neue Boden und die Toiletten. Auch die Außenfassade wird erneuert. Gestartet sind die Arbeiten im Januar – das Gebäude wurde komplett entkernt.

Suhling zeigt auf dem Plan, wo welche Räume entstehen: „Schweißraum, Zimmer für das E-Learning – also zum Beispiel Programmieren – und für Schaltschrankbau. Pausen- und Seminarraum, Teeküche, Verwaltung und Meisterbüro mit extra großem Fenster, damit die Meister ihre Schützlinge beim Arbeiten im Auge haben.“

Ein Parkplatz mit viel Grün

Auch der Hof vor der Schlachterei wird noch zum Parkplatz mit viel Grün umgestaltet. Im Juli soll laut Plan das Aus- und Fortbildungsnetzwerk einziehen – und mit ihm die Geräte. Im August könnte die Werkstatt dann an den Start gehen. „Es ist natürlich aufwendig, man muss viel machen“, erklärt Lentz. „Aber wir denken, dass es gut investiertes Geld ist.“ Nicht nur Auszubildende werden fit für ihren Beruf gemacht, sondern auch Quereinsteiger, die vielleicht schon berufliche Erfahrung, aber noch Nachholbedarf in bestimmten Fertigkeiten haben. „Wir stellen in Wachstumsphasen manchmal Dutzende Mitarbeiter ein, die wir dann für bestimmte Aufgaben im laufenden Betrieb schulen müssen“, erklärt Stelter-Geschäftsführer Dr. Christoph Westerkamp.

Und er ist sicher, dass auch andere Betriebe mit solchen Problemen zu kämpfen haben. Arbeitgeber, die gern Flüchtlinge einstellen würden, profitierten von der Werkstatt mit ihren vielen Möglichkeiten.

Weitere Firmen willkommen

Vereinsgründungsmitglieder sind Fritz Bremer (Asendorf), A.H. Meyer Maschinenfabrik (Twistringen), W+E Sündermann, Bremer GmbH, Heinrich Günnemann Metallbau, Stelter Zahnradfabrik (alle aus Bassum) und die Stadt Bassum. Weitere Unternehmen aus dem Bereich Metallverarbeitung sind immer willkommen.

„Arbeiten die Azubis dann während ihrer Zeit hier trotzdem im Betrieb?“, fragt Karsten Heineking. Lentz bejaht. „Vorgesehen sind zum Beispiel im ersten Lehrjahr 60 Tage in der Ausbildungswerkstatt. Aber wenn der Betrieb seinen Azubi in Hochzeiten dringend braucht, kann er ihn auch zurückbeordern. Wir sind da flexibel und gestalten den Zeitplan ganz individuell.“

Marcel Scharrelmann zeigte sich beeindruckt von dem Projekt und versprach, kräftig die Werbetrommel rühren zu wollen. „Viele Betriebe könnten dadurch ihr Ausbildungsangebot attraktiver machen.“

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