Wie ist der Stand der Dinge?

Straßenbauamt zum B 51-Ausbau: „Werden die Fragen beantworten“

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Um die Unfallzahlen auf der B 51 zu reduzieren, sollen Überholstreifen entstehen. So könnten Autofahrer den zunehmenden Schwertransporten aus dem Weg gehen.

Bassum - Der geplante Ausbau 2+1 der B 51 bewegt viele Gemüter in Bassum. Unter anderem die Bürgerinitiative für Landschafts- und Umweltschutz Nordwohlde und Fahrenhorst hat sich dieses Themas angenommen. Vorsitzender Jürgen Schierholz sagte gegenüber der Kreiszeitung: Neue Aktionen stehen dann an, wenn der Ausbau kommt. Doch wie ist der Stand der Dinge? Uwe Schindler, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg, nimmt im Interview dazu Stellung. Die Fragen stellte Julia Kreykenbohm.

Herr Schindler, wie weit sind die Planungen für die B 51?

Uwe Schindler: Die Unterlagen sollen im Frühjahr an die Planfeststellungsbehörde des Landkreises Diepholz gehen.

Und wie geht es dann weiter?

Schindler: Der Landkreis prüft die Unterlagen unter anderem auf Vollständigkeit. Dann werden Termine bekannt gegeben, wann und wo diese öffentlich ausgelegt werden, sodass alle Träger öffentlicher Belange und jeder durch die Maßnahme direkt betroffene Bürger die Chance bekommt, sie einzusehen und Einwände zu erheben. Auch eine öffentliche Informationsveranstaltung ist zu Beginn des Auslegungszeitraums geplant, zu der jeder kommen kann, um sich die Planung erläutern zu lassen. Die nach dem Auslegungszeitraum vorliegenden Einwendungen werden dann an den Vorhabensträger zur Stellungnahme gegeben und diese anschließend durch die Planfeststellungsbehörde im weiteren Verfahren abgestimmt beziehungsweise beurteilt.

Wie viel Zeit wird das in Anspruch nehmen?

Schindler: Ziel ist es, dass am Jahresende der Beschluss vorliegt und der rechtliche Rahmen abgesteckt ist, damit wir das Baurecht bekommen.

Die BI hat ja erklärt, im Bundesverkehrswegeplan 2030 tauche der Ausbau gar nicht mehr auf...

Schindler: Das ist auch korrekt, aber diese sogenannten Um- und Ausbaumaßnahmen werden dort sowieso nicht behandelt. Dort werden Neubaumaßnahmen wie Ortsumgehungen oder Autobahnplanungen verzeichnet.

Aber die Kritik an dem Ausbau ist Ihnen bekannt?

Schindler: Das stimmt. Wir haben ja auch bereits mehrere Info-Veranstaltungen gemacht. Allerdings werden die Leute, wie bereits erwähnt, nochmals die Gelegenheit haben, sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren und gegebenenfalls bestehende Einwände zu erheben – wir werden ihre Fragen beantworten. Sobald wir das Baurecht haben, werden wir mit betroffenen Grundstückseigentümern Kontakt aufnehmen und die notwendigen Teilflächenabgaben verhandeln.

Haben Sie Hoffnung, dass das Ganze für beide Seiten einvernehmlich gelöst werden kann?

Schindler: Es kommt darauf an, wo die Kritikpunkte liegen. Ob es an einzelnen Punkten liegt oder am großen Ganzen. Es wird sich zeigen, ob man Lösungen findet, die die Maßnahme für alle verträglich macht. Wenn alles gut läuft, wird das Planfeststellungsverfahren in diesem Jahr abgeschlossen. Wenn dann die Finanzierungsmittel bereitstehen, kann die Umsetzung, beginnend mit dem Grunderwerb ab 2019 und einer daran anschließenden Baudurchführung, in Angriff genommen werden.

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