Unhaltbare Umstände

Zukunft des Bassumer Rathauses entscheidet sich bald

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Das Bassumer Rathaus und das Bürgerbüro (rechts) an der Alten Poststraße. In den kommenden Wochen soll eine Richtungsentscheidung über die Zukunft des Bassumer Verwaltungssitzes fallen.

Bassum - Von Frank Jaursch. Das Thema Rathaus beschäftigt Politik und Verwaltung in Bassum schon seit Jahren. Der derzeitige Zustand, soweit herrscht allgemeiner Konsens, ist auf lange Sicht nicht haltbar. In den kommenden Wochen dürfte entscheidende Bewegung in das Thema kommen.

Die Politik soll sich für eines von sechs möglichen Zukunfts-Szenarien entscheiden. „Das ist ein Projekt, das uns sehr beschäftigt“, bestätigt Bürgermeister Christian Porsch. Kein Wunder: Die Stadtverwaltung ist täglich mit den Unzulänglichkeiten der aktuellen Regelung konfrontiert.

Die beiden Verwaltungsgebäude weisen eine Reihe von Defiziten auf: Eines ist seit 16 Jahren angemietet, das andere ist mittlerweile mehr als 50 Jahre alt. Beide sind nicht miteinander verbunden, beide sind nicht barrierefrei, beide entsprechen nicht den aktuellen energetischen Standards. Ein angemessenes Trauzimmer fehlt ebenso wie ein Sitzungssaal, der groß genug für die Ratssitzungen wäre.

Raumkonzept liegt bereits vor

Viele gute Gründe also, um aktiv zu werden. Ein Raumkonzept der Verwaltung schätzt die benötigte Fläche auf 2350 Quadratmeter. Sechs unterschiedliche Lösungsvarianten hat die Verwaltung erarbeitet und gegenübergestellt.

Die Bandbreite ist groß: Soll die derzeitige Situation beibehalten werden, oder sollte das angemietete Gebäude gekauft und renoviert werden? Sollen beide Gebäude abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Rathaus gebaut werden? Oder sollte an anderer Stelle in der Innenstadt das neue Rathaus entstehen – und wenn ja, wie: per Neubau, Kauf oder Anmietung?

Für Porsch ist klar: Es muss etwas Neues her. „Wir können den nächsten Generationen entweder verfallene Gebäude hinterlassen – oder Schulden“, betont der Bürgermeister. Und macht deutlich, dass ihm Schulden in diesem Fall lieber wären.

Konkret favorisieren Bürgermeister und Ratsmitglieder nach derzeitigem Stand den Kauf eines Gebäudeteils in einem Neubau innerhalb des Stadtzentrums. „Das werden wir der Politik so vorschlagen“, sagt Porsch. Und betont explizit, dass es nicht um eine bestimmte Immobilie geht. „Es muss ein Wettbewerb möglich sein.“

Kostenpunkt: Mehr als sechs Millionen Euro

Billig wird die ganze Sache nicht: Die Verwaltung geht von einem Investitionsvolumen von mehr als sechs Millionen Euro aus.

„Wenn wir’s jetzt nicht machen, werden wir es nie machen“, erklärt Porsch angesichts immer noch niedriger Zinsen und einer positiven Wirtschaftsprognose. Er macht zudem deutlich, dass es sich bei dem Raumkonzept nicht um ein Wünsch-dir-was-Konzept handelt. „Es gab auch Wünsche, die wir nicht berücksichtigt haben.“

Neben dem rund 200 Quadratmeter großen Sitzungssaal sind in dem derzeitigen Konzept auch 200 Quadratmeter für die Bücherei vorgesehen; nicht berücksichtigt werden hingegen das Familienzentrum, das Seniorenservicebüro und das städtische Archiv.

Um noch in diesem Jahr das Projekt ausschreiben zu können, muss in den Nachtragshaushalt dieses Jahres eine Verpflichtungsermächtigung von mehr als 6,1 Millionen Euro aufgenommen werden.

Am kommenden Dienstag (Beginn 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses) befasst sich der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen in öffentlicher Sitzung mit der Thematik. Anschließend geht das Thema noch durch den nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss, ehe der Stadtrat auf der Sitzung am 12. September eine Entscheidung fällt.

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