Schulausschuss stellt Bildungsbericht vor

Weniger Kita-Plätze in Bassum

Bassum - Von Robin Grulke. Die Sommerferien haben begonnen, und bevor Eltern, Kinder und Lehrkräfte in den Urlaub starten, hat der Schulausschuss am Mittwochabend noch getagt, um einen Zwischenstand zu ermitteln: Wie sieht es aktuell in Bassums Grundschulen aus? Die Antworten gaben Schulleiter und Sozialarbeiter.

„Das Konzept ist zukunftsfähig“, sagte Bürgermeister Christian Porsch einst über das Kooperationsprogramm der Bassumer Grundschule. In Folge dieser mehr oder weniger kleinen Reform sieht sich jeweils eine statt zwei Lehrkräften für die Grundschulen Mittelstraße und Neubruchhausen (Birgit Timmerberg) sowie Petermoor und Nordwohlde (Doris Meyer-Toms) in der Verantwortung, die Schulleitung zu übernehmen.

„Das Problem ist die Entfernung“

„Das Problem ist die Entfernung zwischen beiden Standorten“, so Timmerberg. Sie pendle oft. „Wenn sich ein Kind in Neubruchhausen schlecht benimmt und ich in der Mittelstraße bin, bin ich nicht da.“ Das gleiche gelte für Ausfälle von Kollegen, für die die Schulleiterin einspringen müsste.

Timmerberg kritisierte auch die technische Ausstattung. Ein kaputter Drucker und ein fehlendes Netzwerk, in dem Daten von beiden Standorten abgerufen werden könnten, stoßen ihr sauer auf. Das solle bald Abhilfe geschaffen werden, berichtete Erster Stadtrat Norbert Lyko. Die technische Aufrüstung der Grundschule werde nach und nach umgesetzt. Damit vertröstete Lyko Timmerberg erst einmal.

Doris Meyer-Toms ist seit fünf Jahren in Nordwohlde tätig und inzwischen Schulleiterin für Nordwohlde und Petermoor. „Ich bin die Dienstälteste bei uns“, sagte sie im Ausschuss. Ihr junges Team befinde sich noch in der Eingewöhnungsphase, ein Problem sei das nicht. Wohl aber wünscht Meyer-Toms sich mehr Sekretariatsstunden für die Nordwohlde sowie ein Dienst-Notebook, um wichtige Daten zwischen beiden Standorten zu transportieren.

Fahrstuhl für Bramstedter Schule

In der Bramstedter Grundschule läuft es indes gut. Schulleiter Tobias Baron berichtete erfreut von einer VHS-Kraft, die „mit starker Qualität in ihrem Fach“ Deutsch für Flüchtlingskinder anbietet. Obendrein ist die Schule seit Februar rollstuhlgerecht. Dafür sorgt ein neuer Fahrstuhl.

„Es ist kaum möglich, alle zufrieden zu stellen“, erzählte Arndt Ohmann am Mittwochabend. Der Sozialarbeiter hilft an zwei Tagen in der Grundschule Mittelstraße aus und springt zwischen Lehrerunterstützung und Kinderbetreuung hin und her. Neben ihm ist Erika Stötzel für Bassumer Grundschulen als Sozialarbeiterin tätig. Sie berichtete von 43 ausgebildeten Streitschlichtern unter den Schülern, die bei Auseinandersetzungen einspringen können.

Bildungsbericht: Weniger Kita-Plätze

Schließlich stellte Lyko einen Teil des Bildungsberichts für den Landkreis vor. Darin sei ein starker Rückgang an Kita-Plätzen verzeichnet, die Statistik gehe bis ins Jahr 2010 zurück. „In dem Jahr haben wir die Nachmittagsgruppen aufgelöst“, erklärte Lyko. Als Folge wurden Betreuungszeiten erweitert. In Zukunft kämen außerdem drei weitere Kita-Gruppen hinzu.

Eine weitere Erkenntnis: wenige Kinder nutzen das Krippenangebot. Grund dafür sind Lyko zufolge die hohe Anzahl der Tagesmütter und das Angebot des Mütter-Kinder-Zentrums. Beide würden in der Statistik nicht erfasst.

Rubriklistenbild: © dpa

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