Alex Ligertwood in Twistringen

Weltstar zu Gast in der Alten Ziegelei

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Haben sichtlich Spaß an ihrer Musik: die Musiker von The Magic of Santana. 

Twistringen - Von Ulf Kaack. Mit Alex Ligertwood war am Sonnabend ein echter Weltstar zu Gast in der Alten Ziegelei. Der gebürtige Schotte stand mit Jeff Beck, Narada Michael Walden, bei Brian Auger’s Oblivion Express und der Average White Band am Mikrofon, bevor er 1979 von Carlos Santana für dessen Band engagiert wurde. Authentischer geht es gar nicht.

The Magic of Santana ist deutlich mehr als eine reine Coverband. Allein die Topbesetzung bei den Musikern legte dafür ein Zeugnis ab. Neun Instrumentalisten tobten sich auf der für ein solches Format recht kleinen Bühne aus. Meister ihres Fachs, voller Spielfreude. Und das Publikum ging rasant mit.

Latin, Rock, Blues, Jazz oder Funk – einen repräsentativen Ausschnitt aus dem Repertoire von Altmeister Carlos Santana brachte das Ensemble, mit dessen hochoffizieller Autorisierung, zu Gehör. Ein verschärfter Hauch seines legendären Woodstock-Auftritts wehte durch die kaum weniger legendären Hallen Twistringens.

Los ging es mit „Wham“ und anschließend „Black magic Woman“. Rhythmen, den sich niemand entziehen konnte, Ein emotionales Wechselbad. Rockige Songs wechselten sich ab mit balladesken Melodien. „Europa“, dieser Gigant unter den Kompositionen Santanas, löste Begeisterungsstürme aus.

Alex Ligertwood, 69 Jahre alt, wusste zu überzeugen. Gesanglich vor allem mit dem geradezu auf ihn zugeschnittenen „Hold on“.

Höhen und Tiefen meisterte er fantastisch, hatte Soul ohne Ende in seiner Stimme, dieser überaus freundlich ältere Herr. Ein Weltbürger von höchstem Sympathiewert.

Die Rolle des Carlos Santana, sicher der schwierigste Programmpunkt, hatte Gitarrist Gerd Schüler inne. Er brachte seine Gitarre zum Singen, Kreischen, Wimmern, überzeugte mit virtuosen Passagen von sagenhafter Geschwindigkeit, bremste sich aus mit langen Feedbacks … dem schnauzbärtigem Original stand er nichts nach. „Samba Pa Ti“, den absoluten Klassiker aus dem Santana-Repertoire, zauberte er völlig überzeugend aus seiner Paul-Reed-Smith-Gitarre.

Scharfe Sounds entlockte Keyboarder Jens Skwieblies seiner Hammond B 3, einem Instrument gebaut in den frühen 50ern. Der Klang des Leslies, einem rotierenden Lautsprecher, ging unter die Haut. Ebenso die analogen Pianoklänge mit Bluesphrasen wie aus dem Mississippi-Delta anmutend.

Reichlich Groove erzeugten Drummer Oliver Steinwede – der viele Jahre bei Torfrock auf die Trommeln einschlug – und Bassist Martin „Wunz“ Hohmeier, rasant unterstützt von Jürgen Pfitzinger an den Congas und Andreas Rohde an den Timbales und Kuhglocken.

Ein Konzert voller Spirit, voll südamerikanischem Lebensgefühl ging an diesem Abend ab.

Getanzt wurde von Beginn an reichlich. Und die Party von und mit „The Magic of Santana“ ging weit über Mitternacht hinaus.

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