Bassums Bürgermeister Christian Porsch wird bei der Wahl 2021 erneut kandidieren

Weil’s so schön war noch einmal!

Er hat sich entschieden: Christian Porsch tritt nochmal an. 
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Er hat sich entschieden: Christian Porsch tritt nochmal an. Archiv

Bassum – Und weil’s so schön war noch einmal! Der Titel von einem Lied von Stefanie Hertel beschreibt den Entschluss von Christian Porsch ziemlich gut: Er möchte seine Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bassum verlängern und kandidiert 2021 erneut als Verwaltungschef.

Die Entscheidung sei ihm nicht schwergefallen. Auch wenn das Amt ihm einiges abverlange. „Man ist quasi 24 Stunden am Tag im Dienst und überrascht, wie anstrengend das ist. Es ist nicht leicht, abzuschalten, weil man mit dem Kopf oft noch bei bestimmten Dingen ist.“

Doch im Großen und Ganzen sei das Amt des Bürgermeisters genauso, wie er es sich vorgestellt habe. „Es ist vielfältig, abwechslungsreich und ich habe viele Menschen kennenlernen dürfen. Besonders der Kontakt zu den Bürgern macht mir immer wieder großen Spaß.“ Man könne es nicht immer allen Recht machen, sagt Porsch. „Es ist wichtig, genau abzuwägen, am Ende des Tages eine Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen – und dazu auch zu stehen.“

Letztendlich habe die Summe der vielen positiven Erfahrungen ihn dazu motiviert, erneut anzutreten. „Wir – und damit meine ich Politik und Verwaltung – haben zusammen viel bewegt. Auch wenn wir kontrovers diskutiert haben, konnten wir viele Entscheidungen einstimmig treffen. Ich bin der Meinung, wir haben gute Arbeit gemacht. Die möchte ich gern weiterführen und neue Projekte anpacken.“

Was Porsch in den vergangenen sechs Jahren am Herzen lag, würde auch in der Zukunft eine Rolle spielen: „Mir ist es wichtig, nicht nur die Kernstadt im Blick zu haben, sondern alle mitzunehmen. Ich denke daran, wie wir die Sporthalle in Nordwohlde gebaut haben, und dass es uns gelungen ist, in allen Ortsteilen ein Krippen-, Kita- und Grundschulangebot zu schaffen. Ich denke an die Flurbereinigung in Bramstedt und die Wassermühle in Neubruchhausen.“

Ebenfalls auf seiner Liste ganz oben: Der Kontakt zu den Menschen. „Es ist mir wichtig, mit den Leuten zu sprechen. Ob auf einer Sitzung oder im Alltag. Mich beschäftigt die Frage, wie man sie mitnehmen kann. Das ist zum Beispiel im Stadtentwicklungsprozess wunderbar gelungen.“

In seiner Kommunikationsbereitschaft sieht Porsch auch eine seiner Stärken. Die verliere er auch nicht bei den „kniffligen Themen“. „Ich bin auch keinem böse, der mich kritisiert. Ich möchte demjenigen nur zeigen, dass ich mir Gedanken zu meinen Entscheidungen gemacht habe. Ich treffe gern Entscheidungen, kann aber andere Meinungen problemlos akzeptieren.“ Zudem bringt er 19 Jahre Erfahrung aus dem Rat der Stadt Bassum mit, dem er lange als Vorsitzender des Bürgerblocks angehörte.

In seinem Amt ist er parteilos und wird es auch bleiben. „Das passt gut zu mir“, findet Porsch. „Das bin ich. Ich zeige damit, dass ich niemanden favorisiere und für alle da bin.“

Freude auf den Wahlkampf

Auf den bevorstehenden Wahlkampf freut er sich. „Er ist zwar anstrengend, aber auch sehr interessant. Ich hoffe sehr, dass Corona es erlaubt, entsprechende Veranstaltungen zu organisieren. Ich möchte es machen, wie bei meinem ersten Wahlkampf: zu den Leuten gehen und ihre Ideen und Wünsche aufnehmen.“

Sollten die Bürger ihn noch einmal beauftragen: Welche Projekte stehen auf seiner To-do-Liste? „Die Modernisierung des Rathauses wird uns mit Sicherheit beschäftigen ebenso wie der Bau eines neuen Rathauses“, sagt Porsch. Konkreter möchte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht werden. Bis die Entscheidung im November 2021 fällt, will er Projekte wie das Jugendhaus Fönix oder den Verkehrsentwicklungsplan weiter voranbringen. Und sich schon langsam nach einem Nachfolger für seinen Ersten Stadtrat, Norbert Lyko, umsehen, der 2022 in den Ruhestand gehen wird.

„Ich denke, dass ich Chancen habe, noch einmal gewählt zu werden“, sagt Porsch. Glaubt er, dass er als Amtsinhaber im Vorteil gegenüber seinem Mitbewerber Oliver Launer ist? „Das müssen die Leute entscheiden“, meint Porsch.

Von Julia Kreykenbohm

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