Unterhaltung durch Kommunen

Warten auf den Bus im Landkreis Diepholz: An 1.438 Haltestellen

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1 438 Haltestellen gibt es im Landkreis Diepholz

Landkreis  Diepholz - Von Anke Seidel. 1 438 Bushaltestellen gehören zur Infrastruktur im Landkreis Diepholz. Viele sind mit Fahrgastunterständen ausgestattet. Sowohl der ZVBN (Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen) als auch die Städte, Gemeinden und Samtgemeinden haben sie wachsam im Blick. Für die Unterhaltung dieser unverzichtbaren Unterstände sind die Kommunen zuständig.

Die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat die meisten von ihnen. Über 217 Bushaltestellen verfügt die flächenmäßig größte Kommune im Landkreis Diepholz, die geprägt ist von kleinen Ortsteilen und Siedlungen. Zum Vergleich: Die kleine, aber einwohnerstarke Gemeinde Weyhe hat 151 solcher Haltestellen. Das ist auf der Internet-Seite des Landkreises Diepholz nachzulesen. Schlusslichter sind demnach die Stadt Twistringen und die Samtgemeinde Rehden mit jeweils 44.

Es sind Zahlen, die untrennbar mit der jeweiligen kommunalen Verkehrsstruktur, der örtlichen Siedlungsstruktur und punktuellen Einwohnerzahlen verknüpft sind – genauso mit der Bedeutung des ÖPNV, des Öffentlichen Personennahverkehrs, in den unterschiedlichen Bereichen. Der Zustand der Fahrgastunterstände, also der Buswartehäuschen, gilt seit jeher als kommunale Visitenkarte.

Haltestellen: Holz, Beton oder Glas

Manche bestehen aus dunklem Holz, andere wiederum aus nacktem Beton – und wiederum andere sind mit modernen Glasfronten versehen. Wo Schülern und anderen Fahrgästen welche Qualität geboten wird, darüber führt der Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen genau Buch. Sein Haltestellen-Informations-System, kurz HIS, gibt Landkreisen und Kommunen, aber auch Planungsbüros und Verkehrsunternehmen wichtige Hinweise.

Zuständig für dieses Kataster ist Susann Rode-Matis. Sie nimmt auch Förderanträge von den Kommunen entgegen – und beantragt für sie ebenso Zuschüsse vom Land, wenn Haltestellen barrierefrei gebaut werden sollen. Denn genau das ist ein Förderkriterium des Landes.

Unabhängig davon unterstützt der ZVBN die Kommunen aus seinem Förderfonds, wenn sie sich zum Beispiel für die Modernisierung von Fahrgastunterständen entscheiden – und Durchblick schaffen, so könnte man sagen. Denn Ziel des ZVBN ist, dass Unterstände mit Glasfronten Standard werden.

Glas bietet Vorteile

„Uns ist es wichtig, dass Fahrgäste in diesen Unterständen sehen können, wann der Bus kommt – ohne sich schlechtem Wetter aussetzen zu müssen“, sagt Susann Rode-Matis. Außerdem könne der Busfahrer rechtzeitig sehen, ob er halten und einen Fahrgast aufnehmen müsse. Und schließlich erhöhe die Transparenz der Glasfronten das subjektive Sicherheitsgefühl.

Zuständig für die Wartehäuschen sind in jedem Fall die Kommunen. Von ihnen komme „in der Regel“, so Susann Rode-Matis, der Impuls für Modernisierung und Verbesserung der Haltestellen. In den kommunalen Aufgabenbereich fällt, so Jens Heidenreich als zuständiger Landkreis-Mitarbeiter für den Bereich ÖPNV/Schülerbeförderung, auch die Reparatur von etwaigen Schäden.

Weil jede Stadt, Gemeinde oder Samtgemeinde das also selbst regelt, gibt es keine konkreten, landkreisweiten Zahlen über Beschädigungen und Reparaturen.

Aber Susann Rode-Matis weiß aus ihrem Kontakt mit Kommunen und Verkehrsunternehmen: „Es gibt Vandalismus. Das ist auch ein Thema im Landkreis Diepholz.“ Es sei schon vorgekommen, dass an einem Wochenende in einer Kommune zehn Haltestellen beschädigt worden seien.

Haltestellen im Landkreis Diepholz

Stadt Bassum: 92 Haltestellen, 169 Quadratkilometer Fläche, 15 818 Einwohner

Stadt Diepholz: 76 Haltestellen, 104,45 Quadratkilometer Fläche, 16

661 Einwohner

Gemeinde Stuhr: 135 Haltestellen, 81,65 Quadratkilometer Fläche, 33 526 Einwohner

Stadt Sulingen: 103 Haltestellen, 110,61 Quadratkilometer Fläche, 12 799 Einwohner

Stadt Syke: 110 Haltestellen, 127,89 Quadratkilometer Fläche, 24 346 Einwohner

Stadt Twistringen: 44 Haltestellen, 114,22 Quadratkilometer Fläche, 12 302 Einwohner

Gemeinde Wagenfeld: 83 Haltestellen, 117,36 Quadratkilometer Fläche, 7 226 Einwohner

Gemeinde Weyhe: 151 Haltestellen, 60,25 Quadratkilometer Fläche, 30 627 Einwohner

Samtgemeinde Altes Amt Lemförde: 59 Haltestellen, 109,62 Quadratkilometer Fläche, 8 414 Einwohner

Samtgemeinde Barnstorf: 119 Haltestellen, 205,76 Quadratkilometer Fläche, 12 021 Einwohner

Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen: 217 Haltestellen, 227,05 Quadratkilometer Fläche, 17 352 Einwohner

Samtgemeinde Kirchdorf: 78 Haltestellen, 179,69 Quadratkilometer Fläche, 7 375 Einwohner

Samtgemeinde Rehden: 44 Haltestellen, 127,23 Quadratkilometer Fläche, 6 089 Einwohner

Samtgemeinde Schwaförden: 71 Haltestellen, 149,36 Quadratkilometer Fläche, 6 895 Einwohner

Samtgemeinde Siedenburg: 54 Haltestellen, 103,01 Quadratkilometer Fläche, 4 561 Einwohner

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