Überraschungserfolg für Einzelbewerber

Wahlen zum Stadtrat: Bassumer stimmen für Kontinuität

Zwei Wahlhelferinnen leeren im Bassumer Rathaus eine Wahlurne aus.
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Ausgezählt: Stimmzettel im Rathaus.

Bei den Wahlen zum Rat der Stadt Bassum hat sich die SPD als einzige Partei um einen Sitz verbessern können. Stärkste Kraft bleibt die CDU. Neu dabei ist ein Einzelbewerber.

Bassum – Der Wahlabend hat sich am Sonntag bis in die Nacht hineingezogen. Am Ende stand fest: An der Sitzverteilung wird sich im Vergleich zur vergangenen Wahlperiode nur wenig ändern, die CDU wird weiterhin die größte Fraktion stellen.

Allein die SPD hat unter den bisher vertretenen Parteien einen Sitz hinzugewinnen können. Mit 22,8 statt 20,4 Prozent wurden die Sozialdemokraten zweitstärkste Kraft, was Luzia Moldenhauer, Ortsvereinsvorsitzende der SPD, als Erfolg für ihre Partei verbuchte. Dank 910 Stimmen für Christoph Lanzendörfer stellen die Sozialdemokraten außerdem den Kandidaten mit den meisten Direkt-Stimmen.

Neu im Rat vertreten ist ein Einzelbewerber. Kodjovi Kougblenous Ergebnis war die größte Überraschung des Abends. Er schaffte mit 558 Stimmen oder 2,47 Prozent den Einzug ins Stadtparlament. In Osterbinde, seiner Nachbarschaft, hat Kougblenou allein 130 Stimmen oder über 12 Prozent geholt. Damit lag er dort an vierter Stelle, hinter dem Bürger-Block und vor den Grünen.

Zugelegt, aber trotzdem kein Gewinner: So könnte man das Ergebnis der Grünen zusammenfassen, die sich von 12,3 auf 14,63 Prozent verbessern konnten. Bis zur Auszählung der letzten Stimmen hatten die Grünen gehofft, dass der Zugewinn zumindest für einen weiteren Sitz reichen würde. Am Ende blieb es, wie gehabt, bei vier Mandaten.

„Wir sind zufrieden, aber nicht enthusiastisch“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Rainer Hartmann. Er hatte auf eine stärkere Aufbruchstimmung erhofft. Stattdessen sieht er das Wahlergebnis als Ausdruck einer Haltung, die möchte, das alles so bleibt, wie es ist. Das Bassumer Ergebnis – in dem die Grünen sich weniger steigern konnten als im Kreis und in Nachbarkommunen – erklärt Hartmann auch mit dem starken Abschneiden der Ortsvorsteher.

Tatsächlich haben mehrere Ortsvorsteher als Stadtratskandidaten sehr hohe Ergebnisse erzielen können. 838 Stimmen hat Julian Zurmühlen (CDU) auf sich vereinen können, davon kamen 316 aus Bramstedt. Der 33-Jährige hatte nach dem Tod seines Vaters Helmut dessen Amt als Bramstedter Ortsvorsteher übernommen. Bei seiner ersten Ratskandidatur hat Zurmühlen prompt Platz zwei bei den Direkt-Stimmen geholt. „Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis“, kommentierte Zurmühlen. Nun wolle er das Vertrauen zurückzahlen. Insgesamt erreichte die CDU 34,2 Prozent und zehn Sitze.

In Wedehorn, wo Horst Husmann für den Bürger-Block angetreten war, kam die Wählergemeinschaft mit 226 Stimmen auf satte 70,4 Prozent. Trotz starker Ergebnisse für Husmann, Jürgen Falck, Werner Wisloh oder Hermuth Straßburg erlebte der Bürger-Block am Sonntag eine kleine Zitterpartie. Dass er ein paar Prozentpunkte einbüßen würde, hatte sich im Laufe des Wahlabends abgezeichnet. Am Ende verlor der Bürger-Block leicht und kam auf 19,01 Prozent (2016: 20,4), musste aber keinen Sitz abgeben. „Ich bin mit unseren Sitzen voll und ganz zufrieden“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende Jürgen Laschinski.

Von 2,7 auf 4,3 Prozent konnte sich die FDP steigern, verpasste aber einen zweiten Sitz und damit den Fraktionsstatus. Thomas Becker, der erneut für die Liberalen im Rat sitzen wird, sagte: „Es wäre schon gewesen, wenn ich das nicht mehr allein machen müsste.“

Die Linke verlor im Vergleich zu 2016 einen knappen Prozentpunkt (2,51 statt 3,5 Prozent), konnte das Mandat von Maria Babic aber halten. Die sagte über den Wahl-Abend: „Ich habe mich gefreut, dass ich wieder das Vertrauen bekommen habe.“ Die Wahlbeteiligung war in Bassum mit 58,7 Prozent etwas höher als 2016 (56,2 Prozent). Dabei verdoppelte sich die Zahl der Briefwähler beinahe, von 760 auf 1 325.

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