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Neue Eisdiele „Schlecks“: Wo Wackelpudding und Käsekuchen ins Eis kommen

Dani Gerken präsentiert eine Eis-Kreation aus dem „Schlecks“.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Es ist ein bisschen verkehrte Welt in der Eisdiele „Schlecks“. Anstatt der Leiterin Dani Gerken Fragen über ihr Geschäft und die Eröffnung am kommenden Sonntag zu stellen, müssen die Pressevertreter plötzlich selber welche beantworten. „Mit welcher Schokolade willst du die Waffel bestrichen haben? Weiße oder Vollmilch? Welche Streusel möchtest du? Krokant oder lieber Kokos? Und welche Eissorte magst du?“ Der Blick des jungen Mannes wandert ein wenig verwirrt zwischen den drei Monitoren an der Wand hinter dem Tresen hin und her, die die Auswahl verkünden.

„Basic Cream“, sagt ihm nichts. Also bekommt er von Gerken eine kleine Kostprobe auf einem Löffel gereicht. Dann muss er noch wählen, welche Zutaten in das Eis sollen. Er entscheidet sich für Erbeeren und Smarties – und ist damit im Vergleich schon fast konservativ. „Wir haben auch Käse- und Apfelkuchen, Wackelpudding und Milchreis“, zählt Florian Stisser nur ein paar Beispiele auf. Er und zwei seiner Kollegen sind aus Osnabrück angereist, wo das Franchise-Unternehmen seinen Sitz hat. Sie wollen Gerken und ihr Team schulen, damit am Sonntag alles glatt geht, wenn das „Schlecks“ um 11 Uhr zum ersten Mal offiziell seine Türen öffnet.

„Ich freue mich schon tierisch darauf“, erklärt Gerken. Und wer sieht, wie die 46-Jährige strahlt, mit Stisser, seinen Kollegen und ihrem 14-köpfigen Team scherzt, glaubt ihr sofort. Mit dem „Schlecks“ wagt die quirlige Bassumerin, die Erfahrungen im Gastronomie-Bereich mitbringt, noch mal einen ganz neuen Schritt.

Dani Gerken präsentiert eine Eis-Kreation aus dem „Schlecks“.

Bis zur Eröffnung ist noch ein bisschen was zu tun, obwohl die Einrichtung schon fertig ist. Die Wände sind in verschiedenen, bunten Farben gestrichen, Tische und Stühle mit farbigen Polstern warten drinnen und draußen auf die Gäste. Immer mal wieder dröhnt ein Bohrer und Arbeiter in Blaumänner wuseln zwischen den künftigen „Schlecks“-Verkäufern in ihren braunen Schürzen umher. Die meisten sind noch relativ jung. „Die Hälfte sind Bassumer Schüler“, erklärt Michael Maas, der das Unternehmen nach Bassum geholt hat. „Für mich als Jung-Unternehmer ist es toll, jungen Leuten die Chance zu geben, hier zu jobben.“ Er und Stisser hoffen, dass durch die jungen Verkäufer auch die gewünschte Stimmung in die Räume der ehemaligen Bücherei „Eulenspiegel“ einzieht. „Wir legen Wert auf einen persönlichen Umgang mit den Kunden und sind mit 90 Prozent per Du“, so Stisser.

Viel Zuspruch - auch aus der Umgebung

Die beiden Unternehmer sind begeistert über den Zuspruch, den das „Schlecks“ bereits jetzt erfährt, obwohl es noch gar nicht geöffnet hat. „Aus Hoya, Hude und Verden haben sich Leute gemeldet, die kommen wollen“, erzählt Maas. Und auch Unternehmer aus Bassum wie Elektro Tasto, das Architekturbüro 3K, FF Promo sowie Richard Hüttemeier und die Stadt hätten ihn tatkräftig unterstützt.

Diese Rückmeldung hat auch Stisser überzeugt, der zunächst wenig begeistert war, als Maas ihn das erste Mal anrief und vorschlug, das Unternehmen nach Bassum zu holen, das bisher – außer in Osnabrück – nur noch in Hamburg angesiedelt ist. „Nach Bassum kommt dann Berlin“, erklärt Stisser. Maas wünscht sich, dass das „Schlecks“ zu einem Aufenthaltsort für Jung und Alt wird. Neben Eis gibt es dort auch Milchshakes und Kaffee.

Während die angehenden Verkäufer den Anweisungen von Stissers Kollegen lauschen, gibt Gerken einem Handwerker noch schnell ein Eis mit auf den Weg. „Da jedes Eis individuell zubereitet wird, brauchen wir auch so viele Angestellte“, sagt Stisser und Maas ergänzt: „Und im Sommer werden wir wohl noch mehr benötigen.“

Die Öffnungszeiten sind von 11 bis 18 Uhr.

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