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Unser Wedehorn: Vorstandsspitze im Heimatverein tauscht die Posten

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Von: Ute Schiermeyer

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Der neue Vorstand des Heimatvereins (v.l.) Michael Helfers (stellvertretender Kassenwart), Katrin Engler (Kassenwartin), Rolf Oldehoff (Beisitzer), Hilmar Schmidt (erster Vorsitzender), Horst Husmann (zweiter Vorsitzender) und Wilfried Raupach (Schriftführer). Es fehlt Kurt Gödecke (stellvertretender Schriftführer).
Der neue Vorstand des Heimatvereins (v.l.) Michael Helfers (stellvertretender Kassenwart), Katrin Engler (Kassenwartin), Rolf Oldehoff (Beisitzer), Hilmar Schmidt (erster Vorsitzender), Horst Husmann (zweiter Vorsitzender) und Wilfried Raupach (Schriftführer). Es fehlt Kurt Gödecke (stellvertretender Schriftführer). © Heimatverein

Der eine geht – verschwindet aber nicht ganz. Der andere kommt – ist aber bei Weitem kein Unbekannter: im Verein Unser Wedehorn wechseln der erste und der zweite Vorsitzende ihre Posten. Fortan lenkt Hilmar Schmidt die Geschicke des Heimatvereins, Horst Husmann steht ihm dabei als zweiter Vorsitzender mit Rat und Tat zur Seite.

Wedehorn – Der Verein war bisher unweigerlich mit dem Namen Husmann verbunden. Seit der Gründung 1999 führte ihn zunächst 14 Jahre Elfriede Husmann. In ihre Fußstapfen trat ihr Ehemann Horst Husmann, der nun nach neun Jahren als erster Vorsitzender abdankte. „Man soll nicht zu sehr an einem Posten kleben“, begründet Husmann seine Entscheidung, die Leitung des Vereins an einen jüngeren Nachfolger abzugeben. „Mein Ziel war es, eine vernünftig geregelte Nachfolge zu haben“, ergänzt der 73-Jährige.

Mit Hilmar Schmidt hat er einen zugleich jungen wie auch stark engagierten Nachfolger gefunden. Dieser wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Einen Knüller durfte Schmidt bereits zu Anfang seiner Amtszeit bekanntgeben: Es wird in diesem Jahr endlich wieder ein Trecker-Treffen in Wedehorn geben. „Wir hatten eigentlich die Tendenz zum Absagen“, sagt Schmidt. „Da aber kurz vorher klar wurde, dass die 3G-Regelung entfällt, können wir das Trecker-Treffen in der gewohnten Form veranstalten.“ Nun gelte es, die Organisation schnell voranzutreiben. Denn das Treffen soll am 9. und 10. Juli wieder Treckerfans aus Nah und Fern nach Wedehorn locken. „Wir haben schon einige Anfragen von Trecker-Freunden. Die sind ganz heiß darauf, endlich wieder zu einem Treffen zu fahren“, sagt Husmann.

Wedehorner Trecker-Treffen

Das normalerweise alle zwei Jahre stattfindende Wedehorner Trecker-Treffen wird zum neunten Mal vom Heimatverein und der örtlichen Feuerwehr organisiert. Bisher kamen dabei jedes Mal etwa 200 bis 250 Trecker und unzählige Besucher in die Bassumer Ortschaft.

Auch in diesem Jahr soll das übliche Rahmenprogramm angeboten werden. Für Besucher des Treffens heißt das, dass es zahlreiche alte und hübsch restaurierte Trecker zu sehen gibt. Darüber hinaus lädt eine Meile mit unterschiedlichen Verkaufsständen zum Bummeln ein. Für die Treckerfahrer wird eine freie Ackerfläche zum Pflügen bereitgestellt und es ist ein Geschicklichkeitsspiel geplant.

Horst Husmann (links) überlässt seinen ehrenamtlichen Posten ab sofort Hilmar Schmidt. Als Stellvertreter steht er dem neuen Vereinsvorsitzenden von Unser Wedehorn aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
Horst Husmann (links) überlässt seinen ehrenamtlichen Posten ab sofort Hilmar Schmidt. Als Stellvertreter steht er dem neuen Vereinsvorsitzenden von Unser Wedehorn aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. © Schiermeyer

Das Trecker-Treffen ist nur einer von vielen positiven Beiträgen zum Dorfleben, die der Verein Unser Wedehorn in den zurückliegenden 23 Jahren auf die Beine gestellt hat. „Das waren unsere Highlights“, bilanziert Horst Husmann. Der scheidende erste Vorsitzende, der auch Ortsvorsteher der Ortschaft ist, denkt aber auch besonders gern an die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden / Unser Dorf hat Zukunft“ zurück. Im Jahr 2014 hatte Wedehorn auf Kreisebene den dritten Platz gemacht. Es sei eine tolle gemeinschaftliche Sache gewesen, erinnert sich Husmann. „Da stand das ganze Dorf dahinter. Und wir sind nur ganz knapp am zweiten Platz vorbeigerutscht.“

Zu den erfolgreichsten Aktionen des Vereins gehörte ihm zufolge der Bau des Göpels auf dem Fritz-Meyer-Platz. Dies war der eigentliche Grund für die Vereinsgründung. Darüber hinaus nannte Husmann den Aufbau eines Spielturms und die Renovierung der Bushäuschen für die Schulkinder als große Projekte.

Pflege und Verschönerung des Dorfes

Aber auch die stetige Pflege und Verschönerung des Dorfes hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben. Regelmäßige Veranstaltungen sind ein Laternenfest im Herbst und Müllsammelaktionen im Frühjahr. Nicht zuletzt haben die Vereinsmitglieder die Tradition des Maibaumaufstellens wiederbelebt.

Eine weitere Reaktivierung soll es in diesem Sommer geben. Dann wird nach 20-jähriger Pause, in der es in Wedehorn nur sehr wenig Nachwuchs gab, wieder ein Zeltlager für Kinder stattfinden. Dieses ist vom 15. bis 17. Juli am Göpel geplant. Schmidt als neuer Vorsitzender freut sich schon sehr darauf. Der Ur-Wedehorner, wie er sich selbst bezeichnet, wünscht sich für sein Heimatdorf, dass es attraktiv für Jung und Alt bleibt und die Einwohner gern in Wedehorn wohnen. Dieses seien seine Beweggründe, sich im Verein zu engagieren, macht Schmidt deutlich.

Zwei neue tierische Mitbewohner scheint die Attraktivität des Dorfes ebenso zu gefallen, denn sie haben vor drei Wochen ihre neue Wahlheimat in Wedehorn bezogen: Im Storchenhorst auf der Schafweide der Familie Schmidt baut ein Storchenpaar fleißig an seinem Nest.

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