Vier Ehrenamtliche ausgezeichnet

Bassumer Medaille vergeben: „Vorbilder, die unsere Zeit braucht“

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Ehre, wem Ehre gebührt. Von links: Christian Porsch, Albert Schomburg, Annegret Wöhler-Pajenkamp, Jürgen Falck, Klaus-Dieter Sprenger, Cathleen Schorling und Bärbel Ehrich sowie Thomas Taube.

Bassum - Von Luka Spahr. „Das Besondere tun, als sei es das Selbstverständlichste.“ Mit diesem Satz hat Monika Fricke eigentlich perfekt auf den Punkt gebracht, warum sich seit Donnerstagabend vier Bassumer stolz „Träger der Bassumer Ehren-Medaille“ nennen dürfen.

In feierlichem Rahmen vergaben Bürgermeister Christian Porsch und seine drei ehrenamtlichen Stellvertreter in der Aula der Grundschule an der Mittelstraße die Auszeichnung an vier Gesichter der Stadt, die sich in den vergangenen Jahren durch ihr umfangreiches ehrenamtliches Engagement einen Namen gemacht haben. Monika Fricke hielt als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) die Festrede.

Einer der Namen, die wohl schon jeder Bassumer einmal gehört hat, ist Klaus-Dieter Sprenger. Sparkassen-Kunden kennen ihn als Filialleiter, Neubürger und Geschichtsinteressierte kennen ihn als ehrenamtlichen Gästeführer. Zahlreiche Firmeninhaber schätzen ihn als Mitorganisator der Aktiba-Messe. Vorwiegend für das Engagement auf Letzterer wurde er nun mit der Bassumer Medaille ausgezeichnet.

Fast 20 Jahre lang habe er die Veranstaltung mitorganisiert, rechnete Laudator und Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Falck vor. Sprenger sei „der Frontmann“ einer Erfolgsgeschichte, die mittlerweile als Aushängeschild der Stadt gelte.

Erster unter Gleichen ausgezeichnet

Bei seiner Dankesrede erklärte Sprenger, es sei ihm ein wenig unangenehm, auf der Bühne zu stehen. Er bezeichnete sich als „Primus inter Pares“, als Erster unter Gleichen, und ließ sich nicht die Chance nehmen, sein Team unter großem Beifall zum Aufstehen zu bewegen. „Das war immer eine Teamleistung bei uns“, so Sprenger, der sich nun langsam von der Aktiba zurückziehen möchte, um nach eigenen Worten, Platz für junges Blut zu schaffen.

Ein Name, der vielleicht nicht jedem Bassumer bisher geläufig war, ist Thomas Taube. Dass dies dringend behoben werden sollte, zeigte sich, als Laudatorin Cathleen Schorling die ehrenamtliche Arbeit des Preisträgers Revue passieren ließ. Nach dem Motto „Jeder, der Hilfe will, bekommt sie auch“, habe Taube sich jahrelang in der Jugendsparte des Schützenvereins Bramstedt engagiert. Dank ihm gelte der Verein heute in Schützenkreisen nicht nur als „Talentnest“, viele Nachwuchsschützen würden ihm auch unvergessliche Freizeitfahrten und Ausflüge verdanken, so Schorling.

„Du bist ein Förderer, ein Organisator, ein Macher. Und so etwas verdient Anerkennung“, schloss sie und überreichte Taube nebst Medaille auch den obligatorischen Blumenstrauß und einen Bildband mit historischen Fotografien aus Bassum.

Verleihung der Bassumer Ehrenamtsmedaille an vier Bürger

 © Wolfgang Defort
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Die dritte Preisträgerin des Abends war Annegret Wöhler-Pajenkamp. Eigentlich müsste man aber nur sagen: Anni. „Annegret? Kennt keiner“, fand auch Laudatorin Bärbel Ehrich. Seien es Ferienfreizeiten für Kinder, Mutter-Kind- und Stillgruppen oder Umwelt- und Naturschutzprojekte – an zahlreichen Stellen brachte sich Anni Wöhler-Pajenkamp ehrenamtlich ein. Dass sie, wie Ehrich unterstrich, nicht nur redet, sondern auch macht, zeigte sich bei ihrer Dankesrede. Diese nutzte sie sogleich für einen Aufruf: „Bassum ist eine lebendige Stadt, wenn es um das Ehrenamt geht.“ Sie appellierte an alle Anwesenden, selbst aktiv zu werden.

Dass die Preisverleihung durch die Band Greyhound musikalisch begleitet wurde, dürfte unter anderem Albert Schomburg gefallen haben. Er war der Vierte im Bunde der Ausgezeichneten und die Musik war viele Jahre lang sein Steckenpferd. 32 Jahre lang trug er mit seinem Keyboard und selbst geschriebenen Gedichten zum Gelingen der Bassumer Weihnachtsfeiern für Senioren bei. Auch im Umland tauchte Schomburg überall dort auf, wo es etwas zu feiern gab. Seien es die bunten Tanzabende damals, das Theaterspiel oder das Musizieren am Schlagzeug und Keyboard.

Porsch trägt Gedicht auf Platt vor

Was den Senior und ältesten Preisträger zu seinem jahrelangen Engagement motivierte, fasste er in seiner kurzen Dankesrede zusammen: „Ich kann euch nur sagen, dass ich das Ganze, was ich gemacht habe, mit Freude gemacht habe.“

Dass es nach der Verleihung der Medaille an dieser Stelle noch einmal besonders lauten Applaus gab, dürfte wohl aber auch daran gelegen haben, dass Laudator Christian Porsch seine Rede für „eine Premiere“ nutzte, wie er es nannte. In beinahe fließendem Plattdeutsch trug er eines der Gedichte von Schomburg vor.

Beim anschließenden Imbiss wurden die vier Preisträger noch einmal ordentlich gefeiert. Sie seien „Vorbilder, die unsere Zeit braucht“, lobte Christian Porsch, und Monika Fricke zitierte den Autoren Meik Wiking. Dieser schreibe, dass Menschen mit Ehrenämtern glücklicher seien als andere. Wer in die Gesichter der Preisträger schaute, der schien dort die Bestätigung dafür zu finden: Breit grinsend und zufrieden nahmen sie ihre Preise entgegen.

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