Viele Musicals vertreten

Nach Startproblemen: Musical Night in Bassum begeistert

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Schillernde Kostüme auf einer sonst schlichten Bühne. Mit Kinky Boots sorgen die Darsteller für Stimmung.

Bassum - Von Angelika Kratz. Dort wo sich sonst Fuchs und Hase in einer beschaulichen Wohngegend am Ortsrand von Bassum „Gute Nacht“ sagen, steppte am Donnerstagabend der Bär. Ein goldenes Krönchen wurde der gerade frisch renovierten Halle der Sportgilde in Eschenhausen mit einer grandiosen Musical Night aufgesetzt.

„Hier war ich noch nie und habe unfreiwillig ganz weit weg geparkt“, gestand eine Besucherin, die mit ihrer Freundin aus Syke angereist war. Die Halle duftete fast noch nach weißer Farbe und erinnerte eher an das sachliche Ambiente einer Pferdehalle denn an einen Konzertort. Zwei Kunstbäume vor der Bühne reichten, es war lausig kalt, und viele Besucher behielten ihre Jacken an.

Aber die beiden Syker Freundinnen sollten wie alle anderen Besucher schon bald die anfänglichen kleinen Misslichkeiten vergessen. Die gut dreistündige Musical Night hatte es in sich und begann eher unfreiwillig mit einer besonderen Einlage.

Darsteller unfreiwillig eingesperrt

Die Band mit ihren engagierten Musikern um Moderator, Organisator und Schlagzeuger Axel Törber hatten in ihrem feinen schwarzen Zwirn ihre Plätze eingenommen und lautstark „Hinterm Horizont“ als Auftaktmelodie intoniert. Mittendrin ertönte hörbar für alle ein lautstarkes Klopfen an der Hallenwand. Etwas unsicher schauten sich Musiker und Publikum an. Dann stellte sich heraus, dass einige der Darsteller unfreiwillig eingesperrt worden waren. Erst nach mehreren Versuchen ließ sich die Tür öffnen, und unter großem Gelächter und entsprechendem Applaus ging es mit Glitzerkleidchen zum magischen Zauber als Motto des Abends auf die Bühne.

Axel Törber führte auch im 25. Jahr der Musical Night durch das Programm mit vielen Informationen rund um die Musicals und alle beteiligten Akteure auf der Bühne. „Something Rotten“, das Musical zu Shakespeares Zeiten und der Frage, was denn ein Musical sei, machte den Auftakt mit der durchaus berechtigten Aussage „Dem Publikum wird‘s gefallen“.

Mal schrill und mal hingebungsvoll

Die vielen erwartungsfreudigen Gäste aus dem ganzen Umland ließen sich von Simon Tunkin, Deimos Virgillito, Alexandra Gentzen, Corrie Townsend und Nicole Bolley mitnehmen auf eine äußerst amüsante, bunte und schrille Reise mitnehmen, die alle Sorgen um Sturm und Schnee draußen vor der Tür vergessen ließ.

Halleluja – Sister Act fehlt im Repertoire nicht.

Kaum ein bekanntes Musical fehlte – West Side Story, Rocky und die Schöne und das Biest. Fast nahtlos schlüpften die Akteure in immer wieder neue Rollen und Kostüme und präsentierten sich mal schrill und mal hingebungsvoll. Es machte einfach Spaß. „Einfach toll, und dann diese Stimmen“, seufzten die beiden Freundinnen, denen längst nicht mehr kalt war. Mit Sister Act, Cabaret, Tarzan und dem König der Löwen ging es im zweiten Programmteil weiter, es folgten Phantom der Oper, Mama Mia und Ich war noch niemals in New York.

Unglaubliche Show

Einen der hochkarätigen und mit unglaublichem Stimmenumfang versehenen Akteure besonders hervorzustellen, wäre ungerecht. Dennoch wird sicherlich Deimos Virgillito mit seiner fast täuschend echten Version eines Udo Lindenbergs und dem Sonderzug nach Pankow etwas gepunktet haben. „We are the Champions“ konnte das Quintett mit Recht behaupten – hervorragend begleitet von den Keyboardern Raphael Bispinghoff und Valentin Brand, dem Saxofonisten Bernd Hübner, dem Schlagzeuger Axel Törber, dem Bassisten Karsten Ferner und dem Gitarristen Florian Kemper.

Wer diese unglaubliche Show verpasst hat, kann für Dienstag in Diepholz oder Mittwoch in Achim noch Karten erwerben. Es lohnt sich!

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