Tierpark Petermoor spricht bei seiner Jahreshauptversammlung über mögliche Projekte in der Zukunft

Viele Pläne und tolle Unterstützer

Einer der erklärten Stars im Tierpark Petermoor sind und bleiben: die Ziegen des Streichelzoos.
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Einer der erklärten Stars im Tierpark Petermoor sind und bleiben: die Ziegen des Streichelzoos.

Bassum – Als Marc Schumacher am letzten Sonntag vor dem Lockdown den Spendenkasten im Tierpark Petermoor leert, findet er einen Zettel: „Bleibt gesund, liebe Grüße aus Diepholz“. Der zweite stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins lächelt. Botschaften wie diese sind zumindest eine positive Seite der Corona-Krise. „Wir haben durch die Pandemie gemerkt, wie wichtig den Menschen der Park ist“, freut sich Schumacher. „Und wir hatten das Gefühl, er wird noch mehr angenommen als sonst.“

Am ersten Sonntag nach dem ersten Lockdown habe sich eine Schlange vor dem Park gebildet und die Ehrenamtlichen hatten viele Gespräche mit den Besuchern. „Wir bekamen Dank, Lob und Wertschätzung. Das war toll“, so Schumacher.

Solche Rückmeldungen sorgen natürlich für ordentlich Motivation, neue Projekte anzupacken. Und davon hat der Förderverein so einige auf der Liste. „Wir haben Kontakt zu Detlef Busse, der früher Tiertrainer im Zoo Hannover war. Und der hat uns viele tolle Ideen vorgelegt, was man in den nächsten Jahren so verbessern könnte. Beispielsweise könnten wir eine Art Weltreise gestalten und die Tiere nach Kontinenten anordnen. Wir könnten eine Zoo-Schule im Afrika-Bereich einrichten, die von Schulen und Kindergärten genutzt werden kann“, berichtet Schumacher hörbar begeistert.

Außerdem habe Busse Vorschläge für neue Gestaltungen der Tiergehege gemacht, beispielsweise Gräben statt Zäune. „Der hat den Ablaufplan schon genau im Kopf, da müssen wir ihn manchmal bremsen“, sagt Schumacher und lacht. Ob das alles realisierbar ist, stehe natürlich noch nicht fest. Aber zumindest gibt es Ideen, die man der Stadt vorlegen möchte.

Auch neue Tiere könnten dann in den kommenden Jahren Einzug halten. „Wir planen, neue Kängurus zu kaufen, ebenso wie Zwerg-Rinder und Stachelschweine. Zudem ist geplant, eine Voliere mit afrikanischen Vögeln zu bauen.“ Was 2022 definitiv kommen soll, ist eine neue Hütte für die Tierpfleger sowie eine Gästetoilette. „Das wir die nicht haben, haben schon einige Besucher bemängelt.“

Über all diese Pläne wurde auch bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins gesprochen, die aufgrund von Corona stark reduziert werden musste. „Wir waren nur zwölf Leute, aber froh, dass es überhaupt ging“, so Schumacher. Doch bei dem Treffen ging der Blick nicht nur in die Zukunft, sondern auch auf das, was geschafft worden ist. „Wir haben unsere Homepage aktualisiert, Paypal-Spenden eingerichtet und es gibt eine Action-Bound – eine Art digitale Schnitzeljagd – durch den Tierpark“, zählt Schumacher auf. Zudem ist ein neues Heu- und Strohlager errichtet worden, Schilder wurden ersetzt und für Besucher, die mit dem Rad kommen, gibt es jetzt einen Fahrradständer beim Schützenplatz.

Lobend erwähnt Schumacher auch noch die Menschen, die den Tierpark auf ihre eigene Art und Weise seit Jahren unterstützen. „Wir haben von dem Schüler Jannis Röpke wieder eine Spende bekommen und Brigitte Schacht bringt jeden Tag frisches Grünfutter für die Tiere vorbei. Das freut uns sehr.“

Von Julia Kreykenbohm

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