Großes Lob für Markt der Ortschaften

Bassum feiert gelungenes Oktoberfest

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Wenn der Vater mit dem Sohne ausgeht, ist Oktoberfest in Bassum – bei bestem Wetter herrscht beste Stimmung.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Die Bassumer sind etwas kamerascheu. Zwar schlenderten gestern beim Oktoberfest Tausende durch die Innenstadt, aber kaum einer wollte auf dem roten Sofa vor dem Rathaus Platz nehmen, um sich vor laufender Kamera über Bassum zu äußern. Diejenigen aber, die den Mut fassten, lobten vor allem die tolle Ausrichtung des Festes.

Marktmeister Jürgen Donner hatte versucht, dem Fest einen neuen Anstrich zu geben und einige Neuerungen eingeführt. Und mit jeder Stunde, die der Tag voranschritt, entspannte er sich mehr und sein Lächeln wurde breiter.

Anfänglich lief nicht alles so, wie er es sich gewünscht hatte: Am Morgen hatte er mit einigen Aussteller-Absagen zu kämpfen. „Wie die Lücken schließen?“ Und dann schlugen einige Beschicker ihre Zelte am falschen Standort auf. „Da kommt doch gar kein Feuerwehrwagen mehr durch!“, raufte sich Donner kurz danach die Haare. Am Ende aber rückte sich alles zurecht, und der Marktmeister atmete auf.

Den Kindern war egal, wo sie Ponyreiten, Jumicar fahren oder auf dem Trampolin toben konnten – Hauptsache war für sie, dass sie es konnten.

Auch am Freitagabend wurde in Bassum gefeiert - in der Gildehalle.

Und die Erwachsenen fanden ganz allein den Weg zu den zahlreichen Ständen, zur Bühne und auch zur Autoschau. Absolute Hingucker waren die Stände der Ortschaften. Donner hatte die Idee gehabt, einen Markt der Ortschaften ins Leben zu rufen und diese den Ortsvorstehern vorgestellt. Von 16 Orten beteiligten sich sieben: Apelstedt, Bassum, Dimhausen, Eschenhausen, Hollwedel/Groß Henstedt, Nordwohlde und Osterbinde. Deren Ortsvorsteher hatten zusammen mit Vereinen und einigen Privatpersonen wirklich allerhand auf die Beine gestellt. Fazit einer Besucherin: „Das sind die schönsten Stände.“

Nordwohldes Ortsvorsteherin Birgit Kattau beispielsweise hatte unter anderem eine Schautafel mit Pizzaschachteln erstellt, hinter denen sich die Highlights des Ortes verbargen. Die Besucher brauchten die Pappdeckel nur aufzuklappen.

Kreative Idee: Hinter dem Pizzadeckel verbergen sich Nordwohldes schöne Seiten.

Brigitta Wortmann aus Eschenhausen hatte ein Video gedreht, das den Ort und seine Bewohner vorstellt.

Am Stand von Hollwedel konnten die Besucher unter anderem den Einsatz der mobilen Saftpresse von Pedro dos Santos erleben.

Katja Müller aus Apelstedt demonstrierte die Kunst des Sprayens – auch Spray Paint Art genannt. In Sekundenschnelle sprüht die 20-Jährige kleine Kunstwerke auf Karten. „Wahnsinn, wie schnell das geht“, staunten die Zuschauer, die der jungen Frau auf die Finger schauten. „Das habe ich mir im Internet abgeguckt“, berichtet die Künstlerin. Die Profis würden allerdings mit Feuer trocknen. Darauf habe sie aus Sicherheitsgründen verzichtet.

Oktoberfest in Bassum 

Bassums Ortsvorsteherin Cathleen Schorling hatte zu einer Bürgermeistersprechstunde eingeladen. Die meisten Besucher allerdings wollten ganz privat mit ihr quatschen.

„Unser Angebot wird sehr gut angenommen. Wir haben ganz viele tolle Gespräche geführt“, freute sich eine schon etwas heisere Helma Schöpe aus Osterbinde. Ihr Wunsch ist, – und damit spricht sie den teilnehmenden Ortsvorstehern aus dem Herzen – dass sich nächstes Jahr alle Ortschaften beteiligen und alle zusammen stehen.

Auch Jürgen Donner hofft, dass der Markt Schule macht und freut sich über die gelungene Premiere.

Und noch eine überaus gute Nachricht konnte er am Ende des Tages vermelden: Die Aussteller hatten den gesamten Tag über für die Jugendarbeit im Katastrophenschutz gesammelt. Das endgültige Ergebnis beträgt 1375,50 Euro. THW, DLRG, DRK und Feuerwehr können zufrieden sein.

Übrigens: Wer wissen möchte, was die Bassumer über ihre Stadt denken und auch geäußert haben, der sollte am 17. Oktober die Auftaktveranstaltung zum Stadtentwicklungsprozess im NWDSB-Gebäude nicht verpassen. Beginn ist um 19 Uhr.

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