Umfrage in Bassum

Viele gehen auch nach Ende der Pflicht mit Maske zum Wochenmarkt

Die Mehrheit trägt auf dem Wochenmarkt weiter Maske: Maria Babic und Peter Fassbinder sind als ungleiches Duo unterwegs.
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Die Mehrheit trägt auf dem Wochenmarkt weiter Maske: Maria Babic und Peter Fassbinder sind als ungleiches Duo unterwegs.

Graue Wolken, hin und wieder leichter Nieselregeln: Vermutlich deshalb könnte es voller sein am späten Vormittag auf dem Wochenmarkt am Bassumer Rathaus. Vor den Ständen bilden sich, wenn überhaupt, nur kurze Schlangen. Genügend Platz also, um den gebotenen Abstand einzuhalten. Eine Mehrheit trägt dabei weiterhin FFP-, OP- oder Alltagsmaske – obwohl die Pflicht dazu Ende Juni mit den Inzidenz-Zahlen gefallen ist.

Bassum – Hat sich das bloß noch nicht überall herumgesprochen? Keineswegs – so lautet zumindest das Ergebnis einer kleinen Kreiszeitungs-Umfrage. „Man hat sich daran gewöhnt“, gibt etwa Axel Weidemann an. Aber er trägt seine FFP2-Maske nicht nur aus Gewohnheit, sondern „zum Schutz von anderen“. Weil man sich, so Weidemann, vor den Ständen auch mal näher komme.

Vorsicht und Rücksicht dominieren die Entscheidung, ob Menschen Maske tragen

„Wir sind immer noch vorsichtig bei Ansammlungen von Menschen“, sagen Birgit und Günter Kattau hinter ihren medizinischen Masken. Sie verweisen auf die Verbreitung der Delta-Variante und finden Maske-Tragen weiterhin „vernünftig“. „Solange Corona noch aktiv ist, sollte man vorsichtig sein“, findet auch Lars Müller, ebenfalls mit OP-Maske.

Birgit und Günter Kattau sind bei Menschen-Ansammlungen noch vorsichtig.

Als maskenmäßig ungleiches Duo trifft man Maria Babic mit Ehemann Peter Fassbinder beim Einkaufen am Brot-Stand. „Im Freien ist der Abstand groß genug“, sagt Fassbinder, ohne Maske. Babic hat eine Maske dabei, die sie aufsetzt, wenn die Abstände dichter werden. Diese Vorsicht, auch bei der aktuell gemeldeten Inzidenz, begründet sie so: „Dass null gemeldet sind, heißt ja nicht, dass es null Kranke gibt“. Auch sei nicht auszuschließen, dass selbst Geimpfte andere infizieren können.

Kunden haben durch niedrigere Infektionszahlen bessere Laune

Ohne Maske (und mit Rollator) ist Jutta Hoffmann unterwegs. „Ich würde sie noch tragen“, sagt sie, „habe sie aber vergessen“. Da die Pflicht nun aufgehoben ist, sei sie nicht eigens noch einmal umgedreht.

Tineke Petersohn beobachtet, dass die Menschen entspannter sind, seit die Infektionszahlen gesunken sind.

Tineke Petersohn verkauft Blumen am Stand ihres Vaters, die Maske gerade am Unterarm. Sie sagt: „Die meisten tragen weiter Maske, aus Vorsicht oder aus Solidarität.“ Petersohn hat beobachtet, dass die Stimmung beim Einkaufen weniger gereizt ist, seit die Corona-Zahlen unten sind. „Die Kunden sind besser drauf“, sagt sie.

Axel Weidemann trägt seine Maske vor allem zum Schutz von anderen. An Markständen komme man sich schließlich auch mal näher.

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