Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bassum auf Tournee

Viel Stress um Clara

Endlich kann Kommissar Fiet Hollwedel (links) mit Unterstützung seines Kollegen Holger Feldermann (dritter von links) den Entführungsfall aufklären. Silke Hoormann, Johann Peters, Anja Schwemme und Erika Stubbemann sind gleichzeitig überrascht und erleichtert. - Foto: Büntemeyer

Albringhausen - Was für die etwa 150 Zuschauer eine plattdeutsche Komödie in drei Akten war, war für den armen Anton Popp, alias Johann Peters, ein einwöchiges Drama. In der Komödie „Mien Fro, mien Hobby un ick“ von Karl-Heinz Lind will seine Ehefrau Helga (Erika Stubbemann) sich selbst verwirklichen und ihren Anton gleich mit. Die Ernährung wird umgestellt, Anton muss mit zum Tanzkurs und zum Joggen. Kein Wunder, dass er sich ein eigenes Hobby sucht und eine Trompete kauft, die er liebevoll Clara nennt und sogar mit ins Ehebett nimmt.

Langer Beifall der Besucher war der Lohn für diese Aufführung. Sie hatten ihr Vergnügen an dem unbekümmerten Spiel der Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bassum, in der Holger Feldermann seinen ersten Theaterauftritt hatte und seine Rolle als Polizist hervorragend spielte. Aber auch seine Mitspieler trugen zum Erfolg des Stückes bei, dessen Wirkung zu einem großen Teil auf den vielen Pointen beruht, die von den Darstellern richtig gut platziert wurden.

Der Heimatverein Albringhausen-Schorlingborstel veranstaltete seinen ersten, aber nach diesem Erfolg sehr wahrscheinlich nicht den letzten Theaterabend.

Helgas Freundin Berta (Silke Hoormann) sucht im Internet einen zu ihr passenden Mann, findet ihn aber erst, als Clara entführt wird und der Kriminalkommissar (Fiet Hollwedel) und sein Assistent Harry Hirsch (Holger Feldermann) die komplizierten Ermittlungen aufnehmen. Schon bei der Beschreibung der entführten Clara kommen sie ins Grübeln. Sie können ja nicht wissen, dass Clara nur eine, wenn auch von Anton heiß geliebte Trompete ist. Aber die Zuschauer haben ihren Spaß an den vielen Doppeldeutigkeiten. Jedenfalls gerät das Poppsche Ehegeflecht aus den Fugen, auch wenn die Tochter Sophie (Anja Schwemme) es immer wieder zu kitten versucht.

Natürlich gibt es ein dreifaches Happy End: Anton nimmt seinen „lütten Schietbüdel“ wieder in den Arm, Helga ist glücklich mit dem Kommissar und Harry Hirsch bekommt einen „Söten“ von Sophie.

Die Theatergruppe feierte mit dieser Aufführung nicht nur die Saison-Eröffnung, sondern noch eine weitere Premiere, denn bisher wurden die Theaterstücke stets auf der Bühne im Gasthaus Haake aufgeführt. Am Montag ging die Truppe erstmals auf Tournee und prüfte dabei, welche möglichen Alternativen sich bieten, wenn das Gasthaus Haake schließt.

Nachdem das Theaterensemble die Bühne verlassen hatte, nahmen darauf die Musikanten des von Olav Brandt geleiteten Musikzuges Nordwohlde Platz. Sie unterhielten die Gäste mit Märschen, Polkas, Schlagern und anderer fröhlicher Blasmusik.

Mit einem gemeinsamen bayerischen Abendessen und anschließendem gemütlichen Beisammensein klang der Abend aus.

Von Heiner Bünntemeyer

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