Viel los, aber wenig Umsatz

Streetfood-Festival zieht zahlreiche Feinschmecker an

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Das gute Wetter lockt zahlreiche Besucher in den Bassumer Stadtkern.

Bassum - Von Horst Meyer. Rund ums Bassumer Rathaus bot sich am Samstag beim Streetfood-Festival ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Verpflegungsangebot. Burger-Anbieter wie „Otto´s Burgerbox“, „Burgerbiene“ oder „Geschmacksträger“ warben um die Gunst der Besucher. Sie standen in direkter Konkurrenz zu Ständen mit Pizza, Pulled Pork, Spanferkel, Hotdogs, Milch-Shakes und Craft-Bier. Auf dem Parkplatz vom Modehaus Maas gab es für die Hungrigen reichlich Sitzplätze, um die Ausbeute des Streifzugs über das Streetfood-Festival in Ruhe zu genießen.

Der Bierwagen im Zentrum war bis zum Abend ständig umlagert, die Plätze gut besetzt. Zentral bei den Sitzplätzen gab es außerdem Prosecco und Weißwein sowie Waffeln mit Eis. Der Erdbeerhof Nüstedt bot vor dem Eingang zum Modehaus frisch gestochenen Spargel an. Den konnte man allerdings als einziges Angebot nicht direkt vor Ort verzehren.

Gegenüber bemühten sich DJs von „musiq one“ um Party-Atmosphäre. Zwischendurch sah man dann auch immer mal wieder einige Besucher ein Tänzchen wagen.

Antje und Andreas Kramer aus Jardinghausen zeigten sich begeistert vom kulinarischen Angebot. „Schön, dass so etwas auch einmal bei uns in der Region und nicht nur in Bremen oder Oldenburg angeboten wird“, fanden sie. So dachten offensichtlich viele, insbesondere jüngere, Besucher. Trotz gutem Besucherandrang am Nachmittag fand auch der auswärtige Gast durchaus noch eine Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe.

Am Abend, als der Andrang an den Ständen abnahm, bot sich Gelegenheit, einmal mit den Anbietern ins Gespräch zu kommen. Tobias Sappa aus Neustadt in Holstein war mit der „Eisfabrik“ und „Grilled Cheese“ vertreten. Er zeigte sich grundsätzlich zufrieden, stellte aber auch fest, dass im vergangenen Jahr mehr Speisen verkauft wurden. Diese Einschätzung teilte auch Ulli Paul, die an ihrem Truck „Flatinos“ Fladenbrote in vielen Variationen anbot. Ebenso wie Marnie Laubinger von der „Kleinen Creperie“, stilecht im französischen Oldtimer aus Porta Westfalica angereist, war sie mit dem Umsatz nicht so ganz zufrieden. „Über die Ursachen kann man trefflich diskutieren. Trotz, oder gerade wegen des schlechten Wetters war’s im letzten Jahr besser. Heute war das Wetter vielleicht zu gut“, stellte Ulli Paul fest.

Stößchen! Beim Streetfood-Festival in Bassum gibt es nicht nur etwas zu essen. Diese zwei Besucherinnen testen das Wein- und Prosecco-Angebot. Foto: Heinfried Husmann

Diese Ansicht teilte Oke Käselau vom Holsteiner BBQ-Truck aus Bad Oldesloe nicht. Er zeigte sich vollkommen zufrieden. Sein Angebot: Pulled Pork aus dem Smoker, Spanferkel und andere „Schweinereien“. „Wir hatten ohne Pause immer gut zu tun. Mehr geht nicht“, sagte er.

Auch Ignazio Vasallo mit seinen Waffel- und Eiskreationen aus dem Bremer „Weggle-Truck“ zeigte sich zufrieden. „Bassum geht“, stellte er im Gespräch fest. „In größeren Städten hat sich das Streetfood-Angebot schon fast abgenutzt, weil es nahezu monatlich angeboten wird. Nicht so in Bassum.“ Dennoch stellte auch er fest, dass „im letzten Jahr mehr los war.“ Vijay Ramesit traf mit seinem Angebot indischer Speisen vom pinken Truck „Curry it up“ ebenfalls den Bassumer Geschmacksnerv. Im Hauptberuf Ingenieur bei Airbus in Hamburg, tourt er zusammen mit zwei Freunden an Wochenenden durch die Lande. „In Bassum hat’s uns im letzten Jahr schon gefallen, daher sind wir auch gerne wiedergekommen“, sagte er.

Streetfood-Festival in Bassum

Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann
Zahlreiche Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt warteten auf die Besucher. © Heinfried Husmann

Eine Besucherin zeigte sich jedoch enttäuscht, dass „so wenig Bassumer“ gekommen waren. „Da wird schon einmal etwas geboten, und dann kommt keiner“, meinte sie. Diese Einschätzung teilte die Mehrzahl der Anbieter so nicht. Oft hieß es dort, sie würden gerne im nächsten Jahr wiederkommen, wenn sie eingeladen werden. Tobias Sappa von der „Eisfabrik“ regte jedoch an, bei einer Wiederholung noch einmal über die Veranstaltungsdauer nachzudenken. „Zwischen 19 und 20 Uhr war praktisch Schluss,“ stellte er fest.

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