Viel Applaus für 22-jährige Cellistin Réka Adorjáni in der Bassumer Stiftskirche

Herzerwärmendes Konzert

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Zum Schluss des Konzerts spielten Ralf Wosch und Réka Adorjáni auf der Orgelempore das Abendlied von Josef Gabriel Rheinberger.

Bassum - Von Berthold B. Kollschen. Einen Goldgriff hat das Kreiskantoren-Ehepaar Réka-Zsuzsánna Fülöp und Ralf Wosch mit der Verpflichtung der jungen Cellistin Réka Adorjáni getan: Sie bot den Bassumer Klassikfreunden am Sonntagnachmittag in der sehr gut besuchten Stiftskirche ein wunderbares Kammerkonzert unter dem Motto „Cello & Gesang“.

Auf dem Programm standen Werke von Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach, Georg Phillipp Telemann, Joseph Haydn, Robert Schumann, Moritz Moszkowski und Josef Gabriel Rheinberger. Den Einstieg gestaltete Ralf Wosch an der Orgel mit Variationen über „Was Gott tut ist wohlgetan“.

Einen ersten Eindruck ihres großen Könnens hinterließ die erst 22 Jahre alte Cellistin Réka Adorjáni – eine Nichte von Réka-Zsuzsánna Fülöp – mit dem „Praeludium“ der Solo-Suite in C-Dur für Violoncello von Johann Sebastian Bach, das sie frisch und sicher spielte.

Werke von Bach

und Rheinberger

Im ersten Satz des „Concerto Nr.1“ in C-Dur von Joseph Haydn setzte sie noch eins drauf. Mit technisch bemerkenswerter Fertigkeit meisterte sie das Stück, gefühlvoll durch Ralf Wosch am Klavier begleitet. Jeder Ton saß, die Betonungen stimmten perfekt, Tempi und die Sicherheit ihres Strichs beeindruckten.

Dem Thema des Konzerts „Cello & Gesang“ entsprechend dann die Schumann-Lieder „Frauenliebe und -leben“, „Seit ich ihn gesehen“, „Er, der Herrlichste von allen“ und „Ich kann’s nicht fassen“. Großartig interpretiert von Réka-Zsuzsánna Fülöp, die mit ihrer Altstimme das Innere des Kirchenschiffes füllte.

Bevor das „Abendlied für Cello und Orgel“ von Josef Gabriel Rheinberger, gespielt auf der Orgelempore der Kirche, das Konzert beendete, ließ Ralf Wosch mit der „Romance Sans Paroles“ von Moritz Moszkowski noch einmal die Orgel erklingen.

Das Publikum zeigte sich begeistert, stand zum Schluss applaudierend auf. Ein herzerwärmendes Konzert an einem grauen Sonntagnachmittag hatte ein bravouröses Ende gefunden.

Die Konzertreihe wird bereits am Sonntag, 13. März mit einem A-cappella-Konzert der Kantorei fortgesetzt.

Am 30. April steht ein Orgelkonzert mit Martin Schulze auf dem Programm. Ein Benefizkonzert mit Barocktrompete gibt es am 30. April, während die Kinderkantorei am 11. Juni mit einem Kindermusical begeistern will.

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