Verkaufsoffener Sonntag leidet unter dem plötzlichen Wintereinbruch

Der große Run bleibt aus

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Schneetreiben am verkaufsoffenen Sonntag in Bassum. Viele Kunden sind lieber zu Hause geblieben.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Das Interesse am verkaufsoffenen Sonntag, dem ersten im neuen Jahr, war in Bassum eher verhalten. Der Wintereinbruch, das Schneegestöber und der kalte Wind haben sicher viele potenzielle Kunden davon abgehalten, sich aus der warmen Stube zum Flanieren und Einkaufen in die Innenstadt zu wagen.

Während man im Hause Maas zur „Halbzeit“ eine zufriedene Zwischenbilanz ziehen konnte, sahen die Beschäftigten im Schuhhaus Bussmann-Cordes den Termin kritisch.

„Ich bin sowieso der Meinung, dass der Tag unmittelbar nach Weihnachten viel besser ist“, meinte Margret Cordes, die zumindestens am Vortag, dem verkaufsoffenen Sonnabend, gut zu tun hatte.

Auch Thomas Schmidt vom BlickPunkt Augenoptik zeigte sich nicht sehr angetan vom Verlauf des Sonntags. „Da wird auch jetzt nicht mehr viel kommen“, äußerte Schmidt, der schon mit dem Gedanken gespielt hat, aufgrund der geringen Anzahl von Passanten in der Sulinger Straße seinen Betrieb vorzeitig zu schließen.

„Es fehlt auch ein Rahmenprogramm“, so Augenoptiker Schmidt weiter, „die Schützenfrauen können mit ihrem Ausschank auch nicht alles rausreißen.“

Augenoptiker Holger Katzke, stellvertretender Vorsitzender der WIR, der Wirtschafts- und Interessensgemeinschaft Region Bassum, sieht das Wetter als mit ausschlaggebend für das geringe Interesse. „Wir müssen uns auf der nächsten WIR-Vorstandssitzung intensiv und vielleicht auch kritisch mit dem Ergebnis dieses ersten verkaufsoffenen Sonntags auseinandersetzen“, erklärte Katzke, der an den ersten Tag dieser Art im Jahre 2013 erinnerte. Seinerzeit sei der verkaufsoffene Sonntag „bombastisch“ gewesen. Gegen Schluss der gestrigen Veranstaltung sei allerdings noch etwas mehr Leben zu beobachten gewesen.

Am Lindenmarkt an der Bahnhofstraße, , wo nur das Schmuck- und Geschenkeland Wisloh sowie Papier und Tinte geöffnet hatten, herrschte insgesamt gähnende Leere. „Nur gut, dass wir ein Angebot an WMF-Artikeln hatten“, so Janett Köhrmann von Wisloh, sonst hätten wir uns wohl die Beine in den Bauch gestanden.“

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