Verkaufsoffener Sonntag

Herbstmarkt in Bassum: Menschen freuen sich über ein Stück Normalität

Abheben: Die Kinder genossen vor allem die Fahrgeschäfte.
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Abheben: Die Kinder genossen vor allem die Fahrgeschäfte.

Bassum – Höher, schneller, weiter? Diese Devise ist seit Corona längst ad acta gelegt. Im Gegenteil. Weniger ist manchmal mehr. Und so reichten am Sonntag vor allem schönes Wetter, offene Geschäfte, Bratwurst- und Fischbude sowie einige wenige Fahrgeschäfte für die Kinder, um die Menschen in die Bassumer Innenstadt zu locken.

„Ich glaube, heute brummt es. Endlich mal wieder nach langer Zeit“, war Oliver Launer von der Vino-Bar voller Vorfreude, als er mit seiner Frau Gabi am frühen Nachmittag Tische nach draußen schleppte. Und er sollte recht behalten. Drinnen wie draußen füllten sich die Plätze.

Nachdem die Wirtschafts- und Interessensgemeinschaft Region Bassum (WIR) zum zweiten Mal das Oktoberfest wegen zu hoher Auflagen abgesagt hatte, trommelte Michael Maas vom Modehaus einige Geschäftsleute zusammen, um eine Alternative auf die Beine zu stellen; einen verkaufsoffenen Sonntag mit Mini-Herbstmarkt. „Der Herbstmarkt ist durchaus als Zeichen zu verstehen, dass wir positiv denken und mit Schwung aus der Corona-Lethargie starten“, sagte Maas im Vorfeld. Die Bassumer starteten mit.

„Raus aus den eigenen vier Wänden“ lautete die Devise. Und so bummelten viele Menschen die Sulinger Straße rauf und wieder runter, guckten im neuen Cafe Bens vorbei, kauften sich bei Schlecks das „letzte Eis der Saison“, schauten sich nach Schnäppchen um und genossen es einfach, in der Sonne zu sitzen – endlich mal wieder unter Menschen.

Ein Bummel durch die Stadt: Dazu sagten am Sonntag viele Ja.

Auch einige Geschäftsleute an der Bahnhofstraße hatten geöffnet, obwohl sie es allein schon aufgrund ihrer Lage immer ein bisschen schwerer als die anderen haben, die Käufer in die Läden zu locken. „Läuft super“, lautete die Zwischenbilanz gegen 16 Uhr aus dem Schuhhaus Bußmann-Cordes. „Wir hatten lange zu, da freuen wir uns über jede Aktion, und die Kunden kommen“, so Margret Cordes. Und obwohl der BBM-Markt weitab der Sulinger Straße und Bahnhofstraße liegt, konnten die Mitarbeiter dort ebenfalls viele Kunden begrüßen. „Wir haben mehr Schau- und Sehleute und weniger Käufer im Haus“, hieß es. Das Fazit dennoch: „Wir sind zufrieden.“ Und was sagt der Ideengeber? Der ist ebenfalls rundum zufrieden. „Alles spielt zusammen. Das Wetter ist gut, die Leute haben Lust, rauszukommen, Menschen zu treffen, zu klönen. Die Stimmung ist super angenehm. Alle freuen sich über ein Stück Normalität. Und wir Händler und Gastronomen haben die Möglichkeit, uns nach der langen Zeit wieder zu zeigen. Ich habe nur positives Feedback bekommen.“

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