Verein „Unser Bramstedt“ sucht Mitglieder

Wo alle zusammen für den Ort anpacken

Sie sind bereit, etwas in Bramstedt zu bewegen und suchen Leute, die mitmachen: Gregor Matissek (von links), Robert Simon und Stefan Schulenberg.
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Sie sind bereit, etwas in Bramstedt zu bewegen und suchen Leute, die mitmachen: Gregor Matissek (von links), Robert Simon und Stefan Schulenberg.

Bramstedt hat einen neuen Verein! In „Unser Bramstedt“ sollen Alt- und Neubürger zusammenkommen und Projekte für den Ort anschieben. Jetzt sucht der Verein Mitglieder.

Bramstedt – Ein Fest am Göpel in Bramstedt! Die Alteingesessenen begrüßen sich, stehen zusammen und schnacken. Und die Neubürger? Ein paar bewegen sich etwas verloren an den Cliquen vorbei, grüßen hier und da einen Nachbarn, trinken vielleicht ein Bier – und gehen wieder. Weil sie zwar Bramstedter, aber noch immer nicht in der Dorfgemeinschaft angekommen sind.

Szenen wie diese hat Robert Simon schon beobachtet – und möchte sie künftig am liebsten nie wieder sehen. Stattdessen sollen auch die neuen Bramstedter voller Vorfreude auf ein Fest gehen und sich willkommen fühlen. Das klappt, wenn sie schon mit vielen der übrigen Gäste bekannt sind. Und die können sie da kennenlernen, wo jeder Bramstedter, egal wie alt, wilkommen ist: im Verein „Unser Bramstedt“.

„Durch ihn wollen wir nicht nur Alt- und Neubürger zusammenbringen, sondern auch Projekte umsetzen, die dem Ort und seinen Bewohnern guttun“, erklärt Simon, der nach dem Tod von Helmut Zurmühlen temporär den ersten Vorsitz übernommen hat.

Verein war erst nur Mittel zum Zweck

Denn ursprünglich war der Verein mehr ein Mittel zum Zweck. Zurmühlen hatte den Traum, ein Dienstleistungszentrum als pulsierendes Herz im Ort einzurichten. Ein bestehendes Gebäude sollte dafür umgebaut werden. „Diese Gründung des Vereins war Voraussetzung, um einen entsprechenden Förderantrag aus Strukturhilfemaßnahmen auf den Weg zu bringen“, erklärt der zweite Vorsitzende, Gregor Matissek.

Und das klappte auch sehr gut. Es gab bereits EU-Zuschüsse und viele Ideen. Ein Arzt hätte in dem Gebäude einmal in der Woche Sprechstunden abhalten oder ein Physiotherapeut ein Angebot machen können. „Leute hätten Räume für verschiedene Zusammenkünfte nutzen können. Alles, was Bramstedt zusammenbringt oder den Leuten hilft, hätte dort stattfinden können“, fasst Kassenwart Stefan Schulenberg zusammen.

Leider ist das Vorhaben vorerst nicht zustande gekommen. Doch gestorben ist es noch lange nicht. „Wir behalten es weiter im Blick und versuchen, ein geeignetes Objekt dafür zu bekommen. Aber um so etwas umsetzen zu können, braucht es natürlich auch Mitglieder, die anpacken“, so Schulenberg.

Hoffen auf neue Mitglieder

Bisher hat „Unser Bramstedt“ 30 Mitglieder. Doch Simon, Matissek und Schulenberg hoffen, dass es ganz schnell viel mehr werden. Das, was das Dienstleistungszentrum bewirken sollte und soll, will der Verein schon jetzt schaffen: Bramstedter zusammenbringen und das Leben im Ort noch schöner machen. Sogar ein Logo gibt es schon, gestaltet von Schulenbergs Frau Insa: Der Glockenturm, das Alleinstellungsmerkmal für Bramstedt, über dem sich ein Dach spannt, das Symbol für den Verein, der alles in Bramstedt unter sich vereinen will.

„Je mehr Leute mitmachen, desto mehr ist natürlich möglich. Wir könnten Feste organisieren, Führungen, wo alteingesessene Bramstedter Neubürgern den Ort vorstellen, Kurse, in denen man lernt, Obstbäume richtig zu schneiden“, überlegt Schulenberg und Matissek ergänzt: „Oder wir rufen einen Wettbewerb aus, wer den schönsten Vorgarten hat!“ Man merkt deutlich: Die drei sprudeln über vor Tatendrang und freuen sich darauf, endlich loslegen zu dürfen. „Vor allem die Vorschläge von Neubürgern können spannend sein, weil die ja noch mal einen ganz anderen Blick auf den Ort haben als diejenigen, die schon immer hier leben.“

Erstes Projekt ist schon angeschoben

Ein erstes Projekt ist schon angeschoben. „Der Sportverein hat einen alten Getränkewagen bekommen. Der wird gerade von vielen Freiwilligen wieder flott gemacht. Sobald er fertig ist, bekommt ihn unser Verein, um ihn quasi künftig zu verwalten. Wann immer ein Verein nun diesen Wagen braucht, kann er sich an uns wenden und bekommt ihn geliehen“, so Matissek.

„Unser Bramstedt“ ist für jeden offen, der etwas für den Ort tun möchte. Wer eintreten will, schickt eine Mail an den Vorstand (Vorstand%unserbramstedt-ev@emx.de) und bekommt das Anmeldeformular zugesandt. 25 Euro kostet die Mitgliedschaft im Jahr. Von dem Geld werden die Projekte finanziert.

„Aber selbst wenn jemand nur eine Idee vorbringen oder erst mal nur Fragen stellen möchte, kann er sich an uns wenden“, versichert Simon. Und sobald Corona es wieder zulässt, soll es regelmäßige Treffen des Vereins geben, auf denen die Mitglieder Ideen austauschen. „Es soll ganz locker sein und vor allem Spaß machen“, fasst Matissek zusammen.

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