Vatertagstouren in Bassum: Viel los zwischen Neubruchhausen und Dimhausen

Von Verbrüderungen und unverhofften Überraschungen

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Zwischen den anstrengenden Fahrrad-Etappen und dem Auffüllen des Flüssigkeitshaushalts blieb auch noch Zeit für die eine oder andere Runde Karten.

Von Heiner Büntemeyer. Bassum. „Früher sind wir Himmelfahrt immer nach Wachendorf gefahren“, berichteten einige Jugendliche, die im Garten des Gasthauses Freye saßen und Doppelkopf spielten. Sie hatten „umgebucht“ und beteiligten sich an der Bassumer Himmelfahrtstour.

Wie schon den Jahren zuvor hatten sie sich am Bramstedter Glockenstuhl getroffen und waren losgeradelt. Andere Teilnehmer hatten sich an anderen Plätzen verabredet. „Wir hatten den Treffpunkt so geplant, dass wir bei Regenwetter gar nicht unbedingt hätten weiter fahren müssen“, meinte ein Teilnehmer. Aber das Wetter war gut, Verpflegung hatten sie mit „an Bord“ genommen, es gab keinen Grund, nicht zu fahren.

Bei einigen Gruppen legte sich allerdings im Laufe des Tages der Ehrgeiz, alle fünf an dieser Aktion beteiligten Gasthäuser anzusteuern. Sie hatten die Zeit verklönt, sie waren auch so zufrieden oder sie spürten, dass ihre Kräfte oder die Fahrkünste nachließen. Schließlich mussten sie ja auch noch wieder nach Hause.

Bei den meisten Gruppen war der Schützenplatz in Dimhausen jedoch das ausgemachte Ziel. Dort gab es „Bier zum Schnäpschenpreis“, wie einer meinte.

Hatten sich am Vormittag noch alle Teilnehmer einigermaßen gleichmäßig auf die fünf Gasthäuser Freye in Osterbinde, Post-Meyer in Neubruchhausen, Lüdeke in Nordwohlde und Stöver in Gr. Henstedt verteilt, so setzte am späten Nachmittag ein Radfahrerstrom nach Dimhausen ein.

Michael Urbrock, Vorsitzender des Schützenvereins Dimhausen, freute sich natürlich über die vielen Gäste, die auch den Budenbesitzern einen zusätzlichen Umsatz bescherten.

Unterwegs gab es zahlreiche „Verbrüderungen“ von Gruppen, die sich begegneten und sich aus ihren Vorräten gegenseitig bewirteten. Einige Gruppen kannten sich auch aus den vorherigen Kneipen, einige fuhren schneller, andere langsamer, weil sie vorher noch vor der nächsten Station ihre „Bordverpflegung“ verzehren wollten, und alle waren in bester Stimmung.

Das war kein Wunder, denn in allen Gaststätten gab es leckeres Essen, das die meisten Radler in den Gasthaus-Gärten oder auf den Terrassen einnahmen, begleitet von leichter Tischmusik oder fetzigen Bands. Es waren auch nicht nur junge Männer unterwegs. In den meisten Fällen waren es gemischte Gruppen, die sich teilweise auch mit Kindern auf den Weg gemacht hatten.

Unterwegs gab es auch unerwartete Überraschungen, wenn sie nicht entlang der viel befahrenen Straßen fuhren, sondern Schleichwegen benutzten. Eine Gruppe stieß dabei unverhofft „irgendwo zwischen Bramstedt und Osterbinde“ auf das kleine „Galeriechen Dütt un Datt“. Die jungen Männer stiegen ab, schauten sich um und wurden sogar noch mit Bratwurst verpflegt.

„Das war richtig klasse, da fahren wir nächstes Jahr wieder hin“, beschlossen sie spontan, und einer schränkte schmunzelnd ein: „Wenn wir den Weg dann noch wiederfinden.“

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