Knapp 100 US-Cars am Sonntag auf dem Country-Club-Gelände in Nienstedt

„American Spirit und das Lebensgefühl von Freiheit“

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ZZ-Top lässt grüßen: ein Hot Rod. Wieviel PS? Keine Ahnung, wahrscheinlich unendlich.

Nienstedt  - Von Ulf Kaack. Vans, Hotrods, Pick-Ups, Pony-Cars – alles was die US-amerikanische Automobilindustrie in den vergangenen fünf Jahrzehnten produziert hat, gab es am Wochenende beim Country-Club Nienstedt zu sehen. Nicht selten von kundiger Schrauberhand restauriert und veredelt.

Fette Motoren – zumeist Small- und Big-Blocks in V-Acht-Anordnung – wussten zu begeistern. Klanglich, aber auch optisch. Ein Blick unter die Motorhaube machte Eindruck. Erst recht, wenn die Aggregate in Betrieb genommen wurden. Sie brabbelten, sie blubberten und sie brüllten, wenn sie mit Kraftstoff und entsprechender Drehzahl versorgt wurden. Benzingeruch mischte sich mit dem Duft frisch gegrillter T-Bone-Steaks.

Ford Mustang, wem sagt dieses Fabrikat nichts? Seit 1964 gibt es dieses typisch amerikanische Pony Car. Und in Nienstedt waren einige Varianten des Erfolgsmodells zu sehen. Kürzlich kam die mittlerweile sechste Modellgeneration auf den Markt. Wie immer als Coupé oder als Cabrio mit reichlich PS erhältlich. Aber Insider schwören natürlich auf die klassische erste Baureihe, wie man sie aus zahlreichen US-Spielfilmen kennt, ebenso die Konkurrenz wie Dodge Challenger, Chevrolet Camaro und Pontiac Firebird.

Doch es ging nicht nur um PS-starke Ami-Schlitten. „Hier herrschte der American Spirit, das Lebensgefühl von Freiheit und einer geradlinigen, respektvollen Kultur“, erklärt André Engelhardt, der Initiator des Events. „Neben den Automobilenthusiasten, hatten wir Westernfreaks, Linedancer und Freunde der Countrymusik zu Gast. Die Szene ist vielfältig und dabei sehr homogen.“

US-Car Treffen in Nienstedt

Am Samstagabend begeisterte die Rockabilly-Band Stringtone Slingers im Saloon vor 200 Zuschauern. Kernige und handgemachte Musik, die zum Tanzen animierte. Klar, dass im Hintergrund die EM-Paarung zwischen Deutschland und Italien lief. Allerdings ohne Ton. Das änderte sich erst mit dem Beginn des Elfmeterschießens.

200 bis 300 US-Cars hatten die Veranstalter erwartet. Diese Prognose hat sich nicht erfüllt. André Engelhardt: „Am Sonnabend waren 80 Autos hier, am Sonntag knapp 100. Das war ganz sicher dem regnerischen Wetter geschuldet. Aber davon lassen wir uns nicht entmutigen. Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein US-Car-Treffen geben. Der Country-Club Nienstedt will dieses Event langfristig etablieren.“ 

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