In Kätingen

Unterschriften gegen geplante GAR-Erweiterung

Planvorlage. Plan: Stadt Bassum
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Planvorlage.

Bassum/Stuhr - Von Frauke Albrecht. Mehr als 400 Unterschriften gegen die Erweiterungspläne der GAR in Kätingen hat die Bürgerinitiative für Landschafts- und Umweltschutz Nordwohlde und Fahrenhorst gesammelt. Diese Liste soll am 28. Januar um 15.30 Uhr an die Bürgermeister aus Bassum und Stuhr, Christian Porsch und Stephan Korte, übergeben werden. Das teilte der Vorsitzende der BI, Jürgen Schierholz, am Mittwochabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit. Die Übergabe erfolgt im Bassumer Rathaus.

Wer sich vorab ein Bild davon machen möchte, wo die GAR genau die Erweiterung plant, sollte sich den 25. Januar vormerken. An dem besagten Samstag lädt die BI zu einem informativen Spaziergang unter dem Motto „Der Wald bleibt!“ ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr in Kätingen 11. „Durch unsere Anwesenheit wollen wir kundtun, dass wir eine weitere Zerstörung unserer Umwelt nicht hinnehmen“, heißt es auf einem Flugblatt, das die Mitglieder haben drucken lassen. Seit der ersten Genehmigung der GAR in den 90er-Jahren sei der Betrieb immer wieder vergrößert worden, und die Emissionen seien gestiegen. „Nun soll ein junger Eichenwald geopfert werden“, heißt es weiter. Die Ironie an der Sache: Die von der GAR ausgeguckte Fläche sei einst als Ausgleichsfläche angelegt worden. Die BI plant den Rundgang mit Umtrunk und hofft, auch Vertreter der Politik begrüßen zu können. Denn noch sei die Planung vom Rat nicht durchgewunken. Auch möchten die Mitglieder auf Fragen aufmerksam machen, mit denen sich derzeit eine Anwaltskanzlei aus Bremen beschäftigt. Wie berichtet, hat die BI einen Anwalt eingeschaltet, nachdem die GAR immer wieder gemachte Versprechen nicht eingehalten habe. Der Jurist habe im September über das Gewerbeaufsichtsamt in Hannover Unterlagen angefordert. Konkret geht es um Anhänge der Genehmigungen für die Bauschuttdeponie. Dabei kam heraus, dass diese „im Zuge der Abwicklung der ehemaligen Bezirksregierung verloren gegangen sind“.

Der Anwalt riet damals, sich Kopien vom Vorhabenträger schicken zu lassen. „Bis heute ist nichts eingegangen“, so Schierholz. Das wurde am Mittwochabend diskutiert. Die Mitglieder seien sich einig, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Sie sind davon überzeugt, dass die Deponie abschnittsweise zu verfüllen sei. Derzeit würden Abfälle im Abschnitt 3 gelagert, obwohl die Bereiche 1 und 2 noch nicht verfüllt seien. Das sei laut BI nicht hinnehmbar – es sei denn, die Firma habe einen entsprechenden Antrag gestellt. Der liege nicht vor. Schierholz: Nach der Verfüllung muss rekultiviert werden. Dieses ist ausgeblieben. Als Antwort auf unsere Aktivitäten hat die GAR im Oktober den Nachbarschaftsdialog aufgekündigt. Die BI ist gewillt, notfalls auch den Klageweg zu beschreiten.

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