Bassumer Förderverein sammelt Spenden / Haltbare Lebensmittel sind gefragt

Tüten für die Tafel

Tüten mit Lebensmitteln hat das Tafel-Team gepackt (v.l.): Hartmut Stolte, Edelgard Schmelzer, Anders Niedenführ, Mike Stelter, Dirk Moewes und Inkoop-Mitarbeiterin Svetlana Endler. - Foto: Albrecht

Bassum - Von Frauke Albrecht. „Und was ist da alles drin?“ Neugierig greift sich die Frau eine Tüte und schaut hinein, noch bevor Mike Stelter sagen kann: „Haltbare Lebensmittel wie Konserven, Zucker, Mehl und Nudeln.“ Das Team der Bassumer Tafel steht derzeit im Inkoop-Verbrauchermarkt und sammelt Spenden.

„Wir haben vorgepackte Tüten mit Lebensmitteln. Diese kosten fünf Euro“, erzählt Tafel-Helfer Mike Stelter. Diese verkauft er noch bis einschließlich morgen (von 9 bis 16 Uhr) und informiert zugleich über die Arbeit des Vereins und die Notwendigkeit von Spenden. Wer fünf Euro passend hat, kann direkt bei ihm bezahlen. Wer kein Kleingeld hat, nimmt die Tüte mit zur Kasse und bezahlt dort. „Bis heute Morgen haben wir 108 Tüten verkauft“, freuen sich die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Hartmut Stolte und Anders Niedenführ. Sie hoffen, noch weitere Tüten packen zu können. Die Aktion läuft seit Mittwoch.

„Wir haben mit den Tüten gute Erfahrungen gemacht“, sagt Stolte. Im Frühjahr sei der Verein bei Inkoop zu Gast, im Herbst bei Rewe. „Im Vorfeld fragen wir unsere Kunden, welche Produkte sie gerne einmal hätten“, erzählt Stolte. Das Ergebnis überrascht: Gefragt sind vor allem haltbare Lebensmittel. „Diese werden uns nicht so oft gespendet – eben weil sie haltbar sind“, so Stolte.

Eine Tüte enthält acht Artikel: eine Dose Champions, eine Dose Erbsen und Möhren, jeweils ein Paket Reis, Zucker und Mehl, eine Tube Tomatenmark sowie Nudeln und Marmelade. Am Ende der Aktion wird Inkoop frisches Obst beisteuern.

Während das Obst bereits am Freitag in die Ausgabe wandert, soll der Tüteninhalt gelagert werden. „Wenn unser Warensortiment knapp wird, können wir es damit auffüllen“, erzählt der Vereinsvorsitzende.

Die Zahl der Tafel-Kunden steigt. Mittlerweile sind in Bassum 160 Familien gelistet. Und nicht immer reichen die abgegebenen Spenden aus. „Der Konkurrenzdruck, mit dem die Geschäfte zu kämpfen haben, macht sich bemerkbar. Die kalkulieren heute anders als früher“, hat Anders Niedenführ beobachtet. Das gelte vor allem für Frischwaren wie Obst und Gemüse. Außerdem würden Supermärkte mittlerweile auch vielfach Zweite-Wahl-Produkte zu reduzierten Preisen verkaufen.

Die Tafel ist jeden Freitag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Während Kunden dort einen Berechtigungsschein benötigen, kann die Kleiderkammer von allen Bassumern aufgesucht werden. Die neuen Räume befinden sich am Standort der Tafel an der Eschenhäuser Straße. Die Kleiderkammer ist eine Einrichtung der Stadt. „Wir unterstützen mit Personal“, erklärt Stolte. Ausgabe ist mittwochs von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr.

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